Deutsche Stiftung Denkmalschutz
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Bronzetafel in Radolfzell erinnert an die Lotterie GlücksSpirale und die Förderer der DSD
20.03.2017, 14:30
Mit 50.000 Euro unterstützte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) vor zwei Jahren dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die Stiftung ist, die Mauerwerkssanierung der Stadt- und Grabenmauer in Radolfzell im Landkreis Konstanz. Nun überbringt zur Erinnerung an die gelungene Restaurierung am Mittwoch, den 22. März 2017 um 13.00 Uhr Dr. Anita Auer, Ortskuratorin Villingen-Schwenningen der DSD, gemeinsam mit Frank Eisele von Lotto Baden-Württemberg bei einem Pressetermin vor Ort eine Bronzetafel mit dem Hinweis "Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale" an Thomas Nöken von der Stadt Radolfzell. Dadurch bleibt das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten sichtbar und kann zu weiterer Unterstützung motivieren.

Die um 1100 begonnene Stadtmauer von Radolfzell hat sich vor allem im östlichen Bereich der Altstadt erhalten. Gesondert befestigt waren der Reichenauer Kehlhof und die Burg, die im 13., 17. und 18. Jahrhundert erweitert und im 17./18. Jahrhundert durch Bastionen verstärkt wurde. Die beiden erhaltenen runden Geschütztürme, der Pulverturm im Südosten und der Höllturm im Nordosten, sind mit Zinnen bewehrt, im Brandfall lassen sich die Dächer abwerfen. Das im Stadtgraben gründende Obere Tor wurde im späteren 13. Jahrhundert erbaut. An dessen Nordostecke setzte man zum Schutz des Tores wohl im 15. Jahrhundert die in Richtung Norden verlaufende Grabenmauer vor der eigentlichen Stadtmauer an. An der Ostseite wird der einstige Grabenbereich seit 1924 als Stadtgarten genutzt. Am nördlichen Ende der Grabenmauer erbaute man im frühen 19. Jahrhundert den Vorgänger des heutigen Gartenhäuschens aus dem Jahr 1923.

Infolge jahrzehntelang nur ungenügend vorgenommener Bauunterhaltung wies die Stadt- und Grabenmauer umfangreiche Schäden auf. Mauerwerksrisse, Ausbauchungen, Abplatzungen, Ausbrüche und Mörtelauswaschungen waren zu beheben, zudem die brüchige Mauerkrone zu festigen. An vielen Stellen musste der Zementmörtel mühsam beseitigt werden. Proben des ursprünglichen Mörtels wurden dafür in der Materialprüfungsanstalt Stuttgart analysiert, so dass er so wiederhergestellt werden konnte, wie er ursprünglich war. Dieser Kalkmörtel wurde manuell verfugt, so dass gerade hier eine außergewöhnlich vorbildliche Arbeit geleistet worden ist.

Das stadtbildprägende Baudenkmal ist in eine öffentliche Park- und Gartenanlage integriert und gehört nunmehr zu den über 270 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Glücks-Spirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Baden-Württemberg fördern konnte.


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53113 Bonn
 
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Telefax: 0228 9091-409
 
Mail: schirmer(at) denkmalschutz.de
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Bonn - Veröffentlicht von pressrelations


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