Ernst Thoma schrieb fast 40 Jahre Firmengeschichte bei LEONI mit Wechsel vom Vorstandsvorsitzenden zum Aufsichtsratsvorsitzenden
27.06.2002, 16:15

Nürnberg, 27. Juni 2002 - - Mit dem Amtsende von Ernst Thoma als Vorstandsvorsitzender geht bei der LEONI AG eine Ära zu Ende. In den fast 40 Jahren, die er im Unternehmen in verantwortlichen Positionen aktiv war, davon die letzten 25 Jahre als Vorstandsvorsitzender, hat er ein entscheidendes Stück Firmengeschichte mitgeschrieben. Sein Name ist eng verbunden mit der Entwicklung der mittelfränkischen Leonischen Drahtwerke AG zur heute weltweit agierenden LEONI AG.

Mit der Hauptversammlung am 27. Juni 2002 gab Ernst Thoma sein Amt als Vorstandsvorsitzender ab. LEONI-Vorstandsmitglied Dr. Klaus Probst (49) übernimmt seine Funktion. Ernst Thoma kehrt dem Unternehmen, dem er seit so vielen Jahrzehnten verbunden ist, jedoch keineswegs den Rücken: vom Aufsichtsrat wurde er einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Die Ära Thoma geht damit weiter und Ernst Thoma schreibt ein Stück Firmengeschichte, die zugleich auch Familiengeschichte ist, fort. Schon sein Vater und sein Großvater waren Vorstandsvorsitzende gewesen und hatten anschließend für mehrere Jahre den Aufsichtsratsvorsitz übernommen.

1962 Einstieg als Direktionsassistent

Nach seinem Studium der technischen Physik und ersten Berufserfahrungen bei der Firma Heraeus in Hanau fing Diplom-Ingenieur Ernst Thoma 1962 im Alter von 28 Jahren als Direktionsassistent im Werk Roth an. Die damaligen Leonischen Drahtwerke mit ihrer Hauptverwaltung in Nürnberg und ihren Werken Roth und Nürnberg-Mühlhof hatten seinerzeit rund 1.700 Mitarbeiter (heute sind es mehr als das Zehnfache in rund 60 Werken rund um den Globus).

Seit 1970 Vorstandsmitglied

1964 erhielt Ernst Thoma Prokura und zog ein Jahr später in die neu gebaute Hauptverwaltung in der Marienstraße in Nürnberg um. 1968 wurde er vom Aufsichtsrat zum stellvertretenden Vorstandsmitglied bestellt. Eine seiner ersten großen Aufgaben waren die Errichtung des Kabelsatzwerkes Kitzingen, dem ersten LEONI-Standort, wo komplette Kabelsätze für die Automobilindustrie hergestellt wurden, sowie des Lackdrahtwerks Kötzting, das heute zu einem der modernsten Draht- und Litzenwerke Europas zählt, wobei Lackdrähte nicht mehr zum Fertigungsprogramm gehören. 1970 wurde Ernst Thoma zum ordentlichen Vorstandsmitglied gewählt und 1977 vom Aufsichtsrat zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. 25 ereignis- und erfolgreiche Jahre Firmengeschichte hat er seither mitgeprägt. Unter seiner Federführung entwickelten sich die mittelfränkischen Leonischen Drahtwerke zu einem Weltkonzern.

Tradition und Fortschritt optimal verbunden

Mit Traditionsbewusstsein und Weitsicht folgte Thoma der 'leonischen' Philosophie, sich auf seine traditionellen Kompetenzfelder zu konzentrieren, aber flexibel auf die Anforderungen des Marktes zu reagieren. Die änderten sich in seiner 40-jährigen Amtszeit gravierend, so dass das Unternehmen ab 1967 zusätzlich zu seinen Traditionsstandorten Nürnberg und Roth weitere Werke, zunächst in Kitzingen und Kötzting, errichtete. 1977 wurde, dem Trend zur Auslandsfertigung folgend, in Tunesien der erste nicht-deutsche Kabelsatz-Produktionsstandort errichtet. Die heutige LEONI-Gruppe hat rund 60 Standorte in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien mit über 18.000 Beschäftigten und erreichte 2001 einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro. Als eines der wenigen global agierenden Unternehmen im Großraum ist LEONI auf Initiative von Ernst Thoma seinem Traditionsstandort Nürnberg treu geblieben und hält von der mittelfränkischen Metropole aus die Fäden in der Hand.

Engagement in zahlreichen Gremien

Bei dieser rasanten Entwicklung kam Thoma stets zugute, dass er neben einem hervorragenden fertigungs- und produkttechnischen Fachwissen auch in finanztechnischen und steuerrechtlichen Fragen über eine hohe Kompetenz verfügt. Trotz der Fülle an Aufgaben bei der stetigen Weiterentwicklung von LEONI engagierte sich Ernst Thoma in zahlreichen Verbänden, Organisationen und Gremien, teilweise auch in leitender Funktion: beim Verband der Bayerischen Metallindustrie (VBM), beim Landesverband der Bayerischen Industrie (LBI), beim Verband der Bayerischen Metallverarbeitenden Industrie (VBMI), in der Vollversammlung und im Außenhandelsausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK) und im Beirat der Deutsche Bank AG.

Zahlreiche renommierte Auszeichnungen

Für sein großes Engagement wurden Ernst Thoma zahlreiche Ehrungen zuteil: 1983 das Bundesverdienstkreuz am Bande, 1986 die Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft, 1997 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 2000 der Bayerischen Verdienstorden und 2001 die IHK-Medaille für besondere Verdienste um die mittelfränkische Wirtschaft. Im Jahr 2000 wurde Thoma außerdem zum Ehrenmitglied des Historischen Vereins Roth ernannt, der sich um die Bewahrung der leonischen Industrie und ihrer Zeitzeugnisse verdient macht.

Katja Eckert-Hessing

 

LEONI AG

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Nürnberg - Veröffentlicht von pressrelations


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