Gesundheitsministerin Huml verleiht Bayerischen Organspendepreis 2017
17.07.2017, 14:40
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat am Montag in München gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) den Bayerischen Organspendepreis 2017 verliehen. Für außergewöhnliches Engagement wurden das Klinikum Bayreuth, das Klinikum rechts der Isar der TU München und das RoMed Klinikum Rosenheim ausgezeichnet. Der diesjährige Ehrenpreis ging an den Bayerischen Fußball-Verband.

Huml betonte anlässlich der Verleihung, die gemeinsam mit dem Geschäftsführenden Arzt der DSO-Region Bayern, Dr. Thomas Breidenbach, im Rahmen der 17. Jahrestagung der Transplantationsbeauftragten unter dem Motto "Organspende - Was tun?" stattfand: "Die heute ausgezeichneten Kliniken erfüllen mit großem Engagement und fachlicher Kompetenz eine Vorbildfunktion im Bereich der Organspende. Für den unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Kliniken in Bayreuth, München und Rosenheim danke ich sehr herzlich."

Seit 2002 zeichnet das bayerische Gesundheitsministerium gemeinsam mit der DSO Krankenhäuser aus, die sich besonders um das Thema Organspende bemühen.

Zur Verleihung des Ehrenpreises an den Bayerischen Fußball-Verband erläuterte Ministerin Huml: "Ein enormer Erfolg war in diesem Jahr die gemeinsame Aktion mit dem Bayerischen Fußball-Verband. Rund 600 Fußballvereine aller Amateurligen aus ganz Bayern haben sich Ende April an dem Aktions-Spieltag mit dem Motto 'Organspende' beteiligt. Dabei konnten 100.000 Organspendeausweise und weiteres Informationsmaterial verteilt werden."

Huml fügte hinzu: "Mit dem Spieltag ist es uns gelungen, Spieler, Schiedsrichter, Trainer sowie die Zuschauer und ihre Familien zu erreichen. Die große und positive Resonanz der Aktion haben wir vor allem dem Einsatz des Verbands zu verdanken!"

Zur aktuellen Situation der Organspende betonte die Ministerin: "In Bayern warten derzeit rund 1.500 Menschen auf ein Spenderorgan. Insgesamt besitzen aber nur 35 Prozent der Deutschen aktuell einen Organspendeausweis. Wir möchten erreichen, dass sich noch mehr Bürger mit dem Thema Organspende auseinandersetzen und einen Organspendeausweis ausfüllen. Es ist wichtig, eine klare Entscheidung zu treffen und diese zu dokumentieren. Das entlastet dann auch die Angehörigen in sehr schweren Stunden."

Huml fügte hinzu: "Organspende rettet Leben! Unser Ziel ist es, das Vertrauen der Menschen in Bayern in die Organspende zurückzugewinnen. Von entscheidender Bedeutung sind dabei die Transplantationsbeauftragten an den Kliniken, die maßgeblich dazu beitragen, dass Organspenden realisiert werden können. Wir hoffen, dass das Tief der Organspende überwunden ist. Allerdings ist es noch ein weiter Weg, die Organspendezahlen früherer Jahre zu erreichen. Deshalb werden wir auch weiterhin in unseren Bemühungen nicht nachlassen, die Organspendebereitschaft in der Bevölkerung zu erhöhen."

Im Jahr 2016 waren in Bayern nur 121 Menschen zu einer Organspende bereit. Im 1. Halbjahr 2017 ist die Zahl der Organspender von 60 auf 69 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016 leicht gestiegen.

Die DSO ist die Koordinierungsstelle für die postmortale Organspende gemäß TPG und bietet den rund 1.300 Entnahmekrankenhäusern in Deutschland umfassende Dienstleistungen bei den Abläufen der Organspende an. Dazu gehören insbesondere die Teilnahme am Gespräch mit den Angehörigen, die medizinischen Maßnahmen zur Erhaltung von Organen und zum Schutz der Organempfänger sowie die gesamte Koordinierung der Organentnahme und des Transports der Organe zum Transplantationszentrum.

Mehr Informationen finden Sie im Internet unter:
www.organspende.bayern.de


München - Veröffentlicht von pressrelations


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