Hessisches Umweltministerium
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„Wildlebende Fische unmittelbar beobachten“
17.08.2007, 11:02
„Wildlebende Fische unmittelbar beobachten“ - Umweltminister Wilhelm Dietzel begrüßt Maßnahmen zur strukturellen Verbesserung der Fließgewässer für Fische und eröffnet Beobachtungsstation „Lahn-Fenster Gießen“
 
Wiesbaden, 17. August 2007 - Nr. 465
 
„Mit dem ‚Lahn-Fenster Gießen? wird heute eine Beobachtungsstation eingeweiht, die einen hervorragenden Beitrag leistet, um der interessierten Öffentlichkeit unmittelbare Einblicke in die aquatische Lebenswelt zu geben. Darüber hinaus freue ich mich, dass ein weiterer Schritt zur Wiederherstellung der linearen Durchgängigkeit der Lahn im Bereich der Stadt Gießen vollendet wurde. Das Wehr an der Klinkel’schen Mühle und die Sohlschwelle Heuchelheim sind nun für Fische und Kleinlebewesen wieder passierbar“, erklärte heute der Hessische Umweltschutzminister Wilhelm Dietzel in Gießen.
 
Da der Blick unterhalb der Wasserlinie der breiten Öffentlichkeit verwehrt bleibt und so die komplizierte Lebenswelt häufig nicht anschaulich dargestellt werden kann, ist mit der neuen Beobachtungsstation „Lahn-Fenster Gießen“ nun eine öffentlich leicht zugängliche Station zur Beobachtung von wildlebenden Fischen geschaffen worden. Die Beobachtungsstation im Stadtzentrum von Gießen bietet dem Besucher neben einem Einblick in die Unterwasserwelt der Lahn auch eine umfangreiche Ausstellung mit Darstellungen der Welt der heimischen Fische wie auch Informationen über die Konstruktion und Funktion der Fischaufstiegsanlage an diesem Standort. „Hier kann auch Bildungsarbeit erfolgen und die Gelegenheit gegeben werden, sich näher mit der biologischen Vielfalt unserer Flüsse vertraut zu machen“, betonte der Minister.
 
Mit der Passierbarkeit des Wehrs an der Klinkel’schen Mühle und der Sohlschwelle Heuchelheim für Fische und Kleinlebewesen, ist darüber hinaus ein weiterer wichtiger Schritt zur Wiederherstellung der linearen Durchgängigkeit der Lahn im Bereich der Stadt Gießen geschaffen worden. Um die Lebensbedingungen von Wanderfischen zu verbessern, werden seit 1995 im Zuge strukturverbessernder Maßnahmen Wehre im Lahnsystem umgestaltet. Bisher konnten über hundert Wehre mit einem Bauvolumen von rund sieben Millionen Euro, davon 17 Wehre in den letzten drei Jahren, in zahlreichen Flüssen des mittelhessischen Lahnsystems mit Aufstiegshilfen für Lachse und andere Fischarten versehen werden.
 
„Ich freue mich über die gute Zusammenarbeit bei Konzeption und Finanzierung der Baumaßnahmen, an der die Stadt Gießen, das Regierungspräsidium, die Fischereiverwaltung und die Deutsche Bahn beteiligt waren. Auch die ehrenamtliche Trägerschaft der Beobachtungsstation durch die IG-Lahn und die Betreuung der Station vor Ort durch den Angelclub Gießen verdienen höchste Anerkennung“, so der Minister abschließend.
 
 
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Wiesbaden - Veröffentlicht von pressrelations


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