Deutsche Telekom AG
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Zehn Jahre ISDN in Deutschland
19.03.1999, 00:00
Zehn Jahre ISDN in Deutschland

 


Zehn Jahre ISDN in Deutschland

Die Erfolgsstory startete am 8. März 1989 zur CeBIT in Hannover - Rund elf Millionen Kanäle und knapp 4,4 Millionen Anschlüsse im T-ISDN

18.3.99 -- Die Deutsche Telekom kann auf das zehnjährige Bestehen ihres Dienstleistungsangebots ISDN zurückblicken: Am 8. März 1989 wurde auf der CeBIT in Hannover der offizielle Start in Deutschland durch den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl und den damaligen Postminister Christian Schwarz-Schilling bekanntgegeben. Seitdem kann ISDN weltweit und insbesondere in Deutschland eine Erfolgsstory ohnegleichen vorweisen. "Zur Zeit nutzen die Kunden unseres Unternehmens knapp 4,4 Millionen ISDN-Basisanschlüsse und rund 75 000 Primärmultiplexanschlüsse mit zusammen rund elf Millionen ISDN-Kanälen", so Detlev Buchal, Vorstand Produktmarketing der Deutschen Telekom. Damit liegt die Deutsche Telekom weltweit mit deutlichem Abstand an der Spitze; die Telekom hat allein die Hälfte aller ISDN-Kanäle Europas sowie weltweit ein Drittel. Die rasante ISDN-Entwicklung ist auf die deutlichen Vorteile zurückzuführen, die ISDN dem geschäftlichen und dem privaten Anwender bietet: schnelles Surfen im Internet, höchste Erreichbarkeit, sehr komfortables Telefonieren und sehr günstige Preise.

Zum 1. Januar 1999 wurden die ISDN-Verbindungspreise um bis zu 62 Prozent gesenkt. Ferngespräche kosten am ISDN-Anschluß nur noch 24 Pfennige pro Minute tagsüber und zwölf Pfennige pro Minute abends. Ab der elften Minute telefoniert der ISDN-Kunde sogar für nur 8,4 Pfennige pro Minute, ein konkurrenzlos günstiges Angebot der Deutschen Telekom. Auch für das schnelle Internet-Surfen ist das digitale ISDN mit seiner hohen Übertragungsgeschwindigkeit hervorragend geeignet.

ISDN bietet in Verbindung mit T-Online, dem erfolgreichsten europäischen Internet-Provider mit fast drei Millionen Kunden, das ideale Angebot für den Einstieg ins Multimedia-Zeitalter.

Konsequenter Ausbau

Bei der Bereitstellung des digitalen Telefonnetzes ISDN stand der Transport unterschiedlicher Dienste über ein Netz im Blickpunkt der Gründer. Insbesondere sollte ein schnellerer Datenverkehr über die vorhandene Netzinfrastruktur realisiert werden.

Der Begriff ISDN wurde erstmals 1972 in einem japanischen Beitrag zur Internationalen Standardisierung bei der ITU, der Internationalen Fernmeldeunion in Genf verwendet. Unter maßgeblicher Mitarbeit der deutschen Experten wurden von der Internationalen Normungsbehörde CCITT im Jahre 1980 die Richtlinien für ISDN festgelegt.

Während in Europa die Standardisierung des europäischen ISDN nur langsam vonstatten ging, trieb die Deutsche Telekom ab 1982 die Entwicklung und Einführung des nationalen ISDN verstärkt voran.

So kam es noch weit vor der Verabschiedung der europäischen Richtlinien zu einer nationalen Lösung, die als diensteintegrierendes Netz Mitte der 80er Jahre im Rahmen eines Testprogramms und 1987 als Pilotprojekt in Stuttgart und Mannheim eingeführt wurde. Die ersten Kunden wurden 1988 in den acht Wirtschaftszentren der Bundesrepublik an ISDN angeschlossen. Der offizielle Start unter dem Protokollnamen 1TR6 erfolgte Anfang 1989.

Parallel zu den Entwicklungen in Deutschland hatten sich auch andere Netzbetreiber in ihren Ländern mit ISDN beschäftigt und eigene Standards entwickelt und betrieben.

Zum 14. Dezember 1993 erfolgte die offizielle Einführung des europaweit einheilichen Euro-ISDN-Protokolls in Deutschland (DSS1). Die Einführung des Euro-ISDN erfolgte nach und nach auch in den anderen Ländern. Mittlerweile gibt es weltweit 94 Netzübergänge in 68 Länder.

Eine Fördermaßnahme öffnet ISDN die Tür zum Privatkundenmarkt

Zur Forcierung des ISDN gab es verschiedene Fördermaßnahmen. Die erste fand bereits 1991 statt. Die wohl größte und bekannteste Fördermaßnahme für den ISDN-Mehrgeräteanschluß der Telekom erfolgte zur CeBIT 1995 und lief bis zum 30. Juni 1996. Die Förderung war unabhängig vom Hersteller des Gerätes und brachte der Telekom mehr als 600 000 neue - überwiegend private - ISDN-Kunden.

Zum 1. Juli 1996 schloß sich nahtlos an das Ende der Förderaktion die Preissenkung für den ISDN-Mehrgeräteanschluß an auf derzeit 46,40 Mark (von 64 Mark) für den Standardanschluß und 51,44 Mark (von 69 Mark) für den Komfortanschluß.

Flächendeckend seit 1993

Die Umrüstung der über 6000 Vermittlungsstellen von analoger auf digitale Technik wurde in den 90er Jahren mit Hochdruck vorangetrieben. In dieser Zeit stellte die deutsche Telekom durch begleitende Übergangslösungen sicher, daß schon sehr frühzeitig in möglichst vielen Orten ISDN-Anschlüsse verfügbar waren. Bereits 1993 war ISDN flächendeckend vorhanden.
Die vollständige Digitalisierung aller Vermittlungsstellen war bis Ende 1997 abgeschlossen. Seit diesem Zeitpunkt können alle Kunden bei einem Umstieg auf ISDN ihre gewohnte Rufnummer beibehalten.

Vermarktungsstrategie

Bei der Vermarktungsstrategie hat die Deutsche Telekom bei ISDN von Anfang an neben der Datenkommunikation ganz stark auf Sprachkommunikation gesetzt. Dies war auch notwendig, um die Grundlage für einen echten Massenmarkt zu legen. Die Erschließung des Marktes erfolgte über die Geschäftskunden - dort standen Sprachanwendungen über Telekommunikations-Anlagen im Vordergrund - hin zu Privatkunden. Heute ist ISDN bei Geschäftskunden "state of the art". Gleiches gilt für private Vieltelefonierer und Online User.

ISDN - das ist ein Anschluß mit zwei Leitungen und drei - oder auf Wunsch bis zu zehn - Rufnummern. Mit ISDN ist man besser erreichbar, denn selbst wenn ein Familienmitglied im Internet surft, so ist immer noch eine Leitung frei, z. B. für ein ankommendes Fax oder den dringenden Anruf beim Klassenkameraden für den Hausaufgaben-Vergleich. Alle Familienmitglieder können ihre eigene Rufnummer erhalten und auf der Telekom-Rechnung sind diese auch getrennt ausgewiesen, auch wichtig bei geschäftlicher Nutzung bestimmter Rufnummern.

ISDN hat sich erfolgreich etabliert im Bereich der Fern-Diagnose und -Wartung oder bei der Video-Fernüberwachung, z. B. bei Druckmaschinen oder bei der Flugzeugreparatur. Bei Mineralöl-Unternehmen wird ISDN zur Tankfüll-Überwachung sowie zur Preis-Aktualisierung bei den Tankstellen eingesetzt. Weitere ISDN-Anwendungsbeispiele finden sich in der Anbindung von Reisebüros an das Reservierungssystem Start/Amadeus, von Außendienstmitarbeitern an Versicherungs-Konzerne oder die Vernetzung der TeleCash-Geräte für das bargeldlose Bezahlen an den Kassen des Handels.

Erst ISDN hat auch dem Bildtelefon zum Durchbruch verholfen. Zum Beispiel mit dem neuen Bildtelefon T-View 100 der Deutschen Telekom für 998 Mark (im Pärchen für 1798 Mark) oder in der Ausführung für den Computer mit Aufsetzkamera und Telefonhörer als T-View 100 PC für 799 Mark wird Bildtelefonieren einfach: Nicht nur im Privatbereich sondern auch für Entscheider in Wirtschaft und Verwaltung.

Auch die T-Net-Box, dies ist der Anrufbeantworter im Netz der Telekom, trägt zum Erfolg von ISDN bei, denn beim ISDN-Komfortanschluß ist die T-Net-Box für eine der Rufnummern bereits im monatlichen Entgelt enthalten. Durch die Fax-Funktion sowie Family-Funktion und die weltweite Abfragemöglichkeit wird die Flexibilität des Kunden gesteigert.




Bonn - Veröffentlicht von pressrelations


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