Weder frei verfügbare Forschungsobjekte noch Profitklone
15.06.2005, 11:31

Weder frei verfügbare Forschungsobjekte noch Profitklone

15.06.2005 - Zur Forderung des Bundeskanzlers, die Forschung an embryonalen Stammzellen zu erleichtern und ihre gewinnorientierte Vermarktung zu ermöglichen, erklärt Bundesgeschäftsführer Rolf Kutzmutz:

Am Montag (13.6.) ruft Kanzler Schröder - wahlkampfwirksam - die Stärkung des Sozialstaats aus. Niemand glaubt ihm, weil seine Taten in die andere Richtung führen. Am Dienstag (14.6.) verspricht er Wissenschaftlern und der Pharmaindustrie die Lockerung (oder Abschaffung) des Embryonenschutzgesetzes. Und verbrämt das - ebenfalls wahlkampfwirksam - mit der Sorge um die Gesundheit vieler Menschen. So wird per 'ordre de mufti' oder neudeutsch 'Machtwort' die gesamte bioethische Diskussion für beendet erklärt. Jetzt soll 'gemacht' werden. Dabei weiß der Kanzler so gut wie jeder, der es wissen will, dass es nicht einen einzigen Beweis für die Wirksamkeit embryonaler Stammzellen als Therapeutika gibt. Dafür gibt es unendlich viele und schwer wiegende ethische Bedenken.

Die PDS stimmte für das Embryonenschutzgesetz, weil für sie humanistische Werte wichtiger sind als Profite. Embryonen enthalten alle genetischen Voraussetzungen, sich als Menschen zu entwickeln. Wer sie zu 'therapeutischen' Zwecken 'nutzen' will, muss sie töten. Die PDS will Menschen in keinem Stadium ihrer individuellen Entwicklung zu frei verfügbaren Forschungsobjekten degradieren und genauso wenig zu Klonen der Profitmaximierung.

Die Menschenwürde muss viel schwerer wiegen als unhaltbare Heilsversprechen oder vage Arbeitsplatz-Ankündigungen. Deshalb bekräftigen wir: Hände weg von Embryonenschutzgesetz!




Berlin - Veröffentlicht von pressrelations


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