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Fit in den Frühling...: Pferde gut auf Weidegang vorbereiten
07.03.2012, 11:07
(aid) - Wenn die Weidesaison beginnt, gilt auch für viele Pferde: raus ins Grüne. Denn der Aufenthalt auf der Weide entspricht noch am ehesten einer artgerechten Haltungsform. Auf keinen Fall sollte eine abrupte Veränderung von Stall- bzw. Boxenhaltung zur Freilandunterbringung auf der Weide erfolgen. Denn Pferde, die über den Winter Heu, Stroh und Kraftfutter erhalten haben, vertragen eine plötzliche Futterumstellung nicht. Durchfall und vor allem lebensgefährliche Koliken können dann die Folge sein. Denn für die Verdauung und Verwertung des Grünfutters benötigt das Pferd spezielle Darmbakterien, die im Winter aufgrund des Mangels an frischem Gras nur noch in kleinen Mengen vorhanden sind. Erst durch eine allmähliche Futterumstellung können sich diese Darmbakterien wieder vermehren. Daher sollte das Pferd an mehreren Tagen hintereinander nur für durchschnittlich zwanzig Minuten angeweidet werden. Zeigt das Pferd keine Symptome einer Unverträglichkeit, kann das Zeitfenster für die nächsten Tage erhöht werden. Wird den Tieren vor dem Weidegang Heu gereicht, kann das Auftreten von Koliken vermieden werden. Wichtig ist der tägliche Weidegang an der Hand. Im Regelfall empfiehlt es sich nicht, das Pferd beim Anweiden frei auf der Weide laufen und grasen zu lassen. Denn häufig lässt sich das Tier nicht rechtzeitig einfangen und frisst auf diese Weise mehr Gras als es verträgt. Die Fresszeit wird so sukzessive auf bis zu 24 Stunden verlängert. Die sprichwörtlich fetten Weiden in Deutschland sind aufgrund ihres Energie- und Eiweißreichtums bei gleichzeitig artenarmem Bewuchs nicht nur für die guten Futterverwerter unter den Pferden als Risiko einzuschätzen. Sind die Rippen nicht mehr bequem zu fühlen, ist der Weidegang einzuschränken. Hier bietet sich an, das Pferd täglich nur stundenweise ins Gras zu lassen und es anschließend auf einem (Sand-)Paddock mit Raufutter unterzubringen. Alternativ kann eine Weide auch portioniert und die Tiere regelmäßig umgestellt werden. Aber auch in diesem Fall ist eine Zufütterung von Stroh oder grobem Heu empfehlenswert.

Anke Klabunde, www.aid.de


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Bonn - Veröffentlicht von pressrelations


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