Deutscher Tierschutzbund e.V.
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Spaniens Qualkultur: Stierhatz in Pamplona hat wieder begonnen
08.07.2013, 13:04
Seit dem Wochenende werden bis kommenden Sonntag wieder Stiere durch die Altstadtgassen von Pamplona (Spanien) getrieben. Unter dem Deckmantel der Kulturtradition erwartet die völlig erschöpften Tiere nach der Hatz der langsame und schmerzhafte Tod in der Arena. Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert diese Tierqual und appelliert an alle Touristen, diese und ähnliche Veranstaltungen nicht durch ihren Besuch zu unterstützen. Die Region Katalonien hat Stierkämpfe bereits verboten, das spanische Bildungs- und Kulturministerium versucht die Stierhatz als förderwürdiges Kulturgut zu legitimieren: steuerliche Förderungen und Gelder aus EU-Töpfen könnten folgen.

„Die Stierhatz in Pamplona ist eine Qualkultur. Die gehört wie der Stierkampf verboten. Es darf keine rechtliche Legitimation der Stierkämpfe geben, um damit auch noch Subventionen abgreifen zu können“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Beim Fest des Heiligen Fermín (6. bis 14.7.) in Pamplona werden die Tiere jeden Morgen von einer Koppel quer durch die Stadt in die Arena getrieben. Die Stiere rutschen dabei immer wieder aus, stürzen und erleiden Schmerzen, Angst und Panik. Schaulustige - unter ihnen viele Touristen - versuchen neben den Tieren durch die engen Altstadtgassen herzurennen. Jährlich werden dabei Menschen schwer verletzt, es gab auch schon mehrere Tote. Im folgenden Kampf in der Arena werden die Tiere abends von den Toreros getötet.

Die Hatz („encierro“) ist durch Ernest Hemingways Roman „Fiesta“ (1926) weltbekannt geworden. Seitdem besuchen vor allem auch Touristen diese und andere Stierkampf-Veranstaltungen. „Wer Stierkämpfe oder Stierhatz wie in Pamplona als fröhliche Tradition feiert, legitimiert und finanziert den Tod der Tiere“, so Schröder. Pro Jahr werden in Spanien etwa 2.000 Stierkämpfe durchgeführt, für das Training der Toreros werden Tiere „verbraucht“ - insgesamt kommen so pro Jahr ca. 30.000 Tiere zu Tode.


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Bonn - Veröffentlicht von pressrelations


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