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Siemens errichtet HGÜ-Anlage für effizienten Stromtransport zwischen Äthiopien und Kenia
28.10.2015, 16:01
Im Konsortium mit dem Bauunternehmen Isolux Corsan errichtet Siemens eine Anlage zur Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) zwischen Äthopien und Kenia. Über diese rund eintausend Kilometer lange HGÜ-Verbindung, Ethiopia-Kenya Power Systems Interconnection Project genannt, wird umweltfreundlich aus Wasserkraft erzeugter Strom von Äthiopien verlustarm nach Kenia übertragen. Zudem verbessert die HGÜ-Verbindung den Energieaustausch zwischen beiden Ländern, erhöht die Netzstabilität und optimiert den Einsatz der regenerativen Stromerzeugungsanlagen in der Region.

Auftraggeber sind die Stromversorgungsunternehmen Ethiopian Electric Power Corporation (EEPCO) und Kenya Electricity Transmission Co. Ltd. (KETRACO). Der Gesamtauftragswert des von der Weltbank und der African Development Bank finanzierten Projektes beträgt rund 450 Millionen US-Dollar. Die Anlage soll Ende 2018 ihren Betrieb aufnehmen.

"Die HGÜ-Verbindung ist eine der größten Infrastrukturmaßnahmen Ostafrikas und ermöglicht außerdem den Ausbau der Drehstromnetze von Kenia aus in weitere Nachbarländer wie Uganda und Tansania. Als einer der weltweit führenden Anbieter auf dem Gebiet der Hochspannungsgleichstromübertragung freuen wir uns, mit dieser Stromverbindung einen wichtigen Beitrag zur sicheren Energieversorgung Ostafrikas leisten zu können", sagte Jan Mrosik, CEO der Siemens-Division Energy Management.

Die bipolare Anlage hat eine Leistung von 2000 Megawatt (MW) und verbindet über eine +/-500-Kilovolt(kV)-Gleichstromübertragungsstrecke die beiden Stromrichterstationen in Kenia und Äthiopien. Siemens liefert die Kernkomponenten der HGÜ-Technik wie Stromrichterventile mit direkt lichtgezündeten Leistungsthyristoren, Stromrichtertransformatoren, Glättungsdrosseln, Schutz- und Leittechnik sowie Wechselstrom- und Gleichstromfilter. Isolux ist für den Bau, die Montage und die Ausrüstung der Gebäude der Umrichterstationen und der Drehstromumspannstationen verantwortlich.

Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) ist die Lösung für den verlustarmen Transport großer Mengen elektrischer Energie über lange Strecken. Bei Übertragungsstrecken von üblicherweise mehr als 600 Kilometern sind Freileitungsverbindungen in HGÜ-Technik wirtschaftlicher als in Drehstromübertragungstechnik. Bei Kabelverbindungen liegt die Grenze der Wirtschaftlichkeit bei etwa bei 80 Kilometern. Gegenüber einer vergleichbaren Drehstromübertragungsstrecke hat eine HGÜ-Verbindung deutlich weniger Übertragungsverluste. Eine HGÜ-Verbindung kann außerdem bei gleicher Trassenbreite in der Regel 30 bis 40 Prozent mehr Leistung übertragen als eine Drehstromtrasse. Auch kann eine HGÜ-Verbindung die Ausbreitung von Störungen zwischen verbundenen Drehstromnetzen begrenzen und damit Stromausfälle verhindern. Siemens ist ein weltweit führender Anbieter innovativer Systeme und Lösungen für die Hochspannungsgleichstromübertragung.

Weitere Informationen zur Division Energy Management finden Sie unter www.siemens.de/energy-management

Weitere Informationen zum Thema Hochspannungsgleichstromübertragung:
www.siemens.com/energy/hvdc

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2014, das am 30. September 2014 endete, erzielte Siemens einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 71,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,5 Milliarden Euro. Ende September 2014 hatte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 343.000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com

Link zu dieser Presseinformation
www.siemens.com/press/PR2015100050EMDE


Ansprechpartner

Herr Dietrich Biester
Division Energy Management
Siemens AG
Freyeslebenstr. 1
91058 Erlangen

Tel: +49 (9131) 7-33559

dietrich.biester?@siemens.com


München - Veröffentlicht von pressrelations


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