Deutsche Bahn AG
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Neues Restwasserkraftwerk der DB Energie geht bei Bad Reichenhall in Betrieb
17.02.2005, 16:43

Mehr regenerativer Strom für Bad Reichenhall - zusätzliche Naturschutzmaßnahme für die Saalach

(Bad Reichenhall, 17. Februar 2005) Am Saalacher Stausee bei Bad Reichenhall wurde heute das Restwasserkraftwerk der DB Energie in Betrieb genommen. Im Beisein von Vertretern der Stadt und des Landkreises wurde das Restwasserkraftwerk mit seiner neuen Turbine für die Stromerzeugung gestartet. Für rund 2 Millionen Euro errichtete die DB Energie am Stauwehr Kibling des Saalacher Stausees ihren so genannten 'kleinen Bruder' des historischen Wasserkraftwerkes Bad Reichenhall. Mit dem unter Denkmalschutz stehenden Wasserkraftwerk aus dem Jahr 1904 und dem neuen Restwasserkraftwerk verfügt jetzt DB Energie am Standort Bad Reichenhall über zwei Energiequellen für die Erzeugung von umweltfreundlichen Strom für die Bahn und für über tausend Einwohner der Stadt. Zudem schafft die DB Energie mit dem Restwasserkraftwerk eine zusätzliche Möglichkeit dem natürlichen Flussbett der Saalach im Ortsbereich Bad Reichenhall ausreichend Wasser über das Jahr zuzuführen. In der Vergangenheit war aufgrund der Wasserentnahme durch das historische Kraftwerk der Fluss im oberen Teil über einen längeren Zeitraum immer wieder vollständig ausgetrocknet.

'Mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage haben wir einen nachhaltigen Umweltbeitrag für die Region geleistet', so Thomas Groh, Geschäftsführung der DB Energie. 'Umwelt- und Klimaschutz sind ein wichtiger Teil der Unternehmensstrategie der DB AG. Dafür steht die hohe Investition in das neue Restwasserkraftwerk'.

Bisher nutzte die Bahntochter die zur Verfügung stehende Energie der Saalach, indem am Stauwehr Kibling das benötigte Wasser über einen Zulaufkanal zum historischen Wasserkraftwerk geleitet wurde. Jetzt wird dieser Wasserstrom für beide Wasserkraftwerke am Stauwehr geteilt. Damit besteht für das Flussbett der Saalach in Bad Reichenhall je nach Jahreszeit ein durchgehender Wasserfluss mit etwa 3 bis 4 Kubikmeter Wasser pro Sekunde.

Im Restwasserkraftwerk treibt das Wasser aus einer Fallhöhe von rund 13 Metern eine vertikal liegende Kaplanturbine mit einem Durchmesser von 1,1 Metern an. Der installierte Drehstromgenerator weist eine Nennleistung von 700 Kilowatt auf. Insgesamt werden rund 5 Millionen kWh 50-Hz-Strom erzeugt. Das entspricht soviel Strom, um über 1.000 Vier-Personen-Haushalte mit der notwendigen Energie zu versorgen. Im Jahr 2004 wurden cirka 11,5 Prozent des Bahnstroms aus erneuerbaren Energien gewonnen. Die Bahn leistet damit in Deutschland einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

Technische Daten des Restwasserkraftwerkes

Turbine:

Doppelt regulierte Kaplan-Rohrturbine, Ausführung vertikal, Z-Rohrturbine
wassergeschmiertes unteres Turbinenlager
Laufraddurchmesser: 1,1 Meter
Drehzahl: 428 Umdrehungen/Minute

Generator:

direkt gekoppelter Drehstromgenerator

Leistung:

700 Kilowatt

Frequenz:

50 Hertz

Drehzahl:

428 Umdrehungen/Minute

Max. Arbeitsdargebot:

über 5 Mio. kWh (5 GWh)

Nenndurchfluss

6 m³/s

Baubeginn

14.04.2004

Probebetrieb

22.12.2004

Erdaushub und Felsabbruch

4.700 m³

Stahlbeton

1.400 m³

Kosten

über 2 Millionen Euro

Hinweis:

TV-Sender können Schnittbilder zum Thema unter folgender Rufnummer kostenfrei als Beta-SP-Kopie per Kurier oder per ATM bestellen: Tel: (030) 2575-1367.

Das Material kann außerdem über den TV-Service der Bahn (www.db.de/tvservice) online gesichtet und bestellt werden.

Herausgeber: Deutsche Bahn AG
Kommunikation, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin
Verantwortlich für den Inhalt: Werner W. Klingberg




Berlin - Veröffentlicht von pressrelations


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