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Ins Bonner Kanzlerbungalow zieht neues Leben ein
29.06.2006, 17:03

Ins Bonner Kanzlerbungalow zieht neues Leben ein

29.06.2006

Bundesminister Thomas de Maizière hat heute Vertreter der Wüstenrot Stiftung zu einem Gespräch über die Zukunft des Bonner Kanzlerbungalows empfangen.

Die Wüstenrot Stiftung wird den seit 1999 nicht mehr genutzten Kanzlerbungalow baulich instand setzen. Dabei sollen sich aus allen historischen Phasen Elemente wiederfinden. Im Inneren des Gebäudes soll sowohl die Architektur von Sep Ruf teilweise wieder hergestellt als auch die Zeitschicht der letzten Nutzungsphase bewahrt werden. Künftig sollen einerseits Besuchergruppen das Gebäude besichtigen können; andererseits soll der Bungalow ein Ort hochwertiger kultureller und politischer Kommunikation werden. In einer Dauerausstellung soll die Bau- und Nutzungsgeschichte des Bauwerks ihren Niederschlag finden. Dazu zählen die politischen Begegnungen unter Ludwig Erhard, Kurt-Georg Kiesinger, Helmut Schmidt bis Helmut Kohl. Sie hatten hier ihren Bonner Wohnsitz. Willy Brandt nutzte das Gebäude für repräsentative Veranstaltungen.

Die Wüstenrot Stiftung wird den Bungalow sowie das im Kanzlerpark befindliche Teehaus herrichten. Außerdem wird sie für die ersten zwei bis drei Jahre die Neunutzung fördern. Die Arbeiten sollen im Herbst 2006 beginnen und bis Ende 2008 abgeschlossen sein. Bundesminister de Maizière würdigte dankbar das Engagement der Stiftung für ein Bauwerk, das für einen politisch wichtigen Abschnitt deutscher Geschichte der letzten Jahrzehnte stehe. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und das Haus der Geschichte werden die Nutzung nach dem Auftakt durch die Wüstenrot Stiftung fortführen.

An dem Gespräch im Kanzleramt haben teilgenommen: Staatssekretär Erich Stather (BMZ), Abteilungsleiter Hermann Schäfer (BKM) und Hans Walter Hütter, stellvertretender Präsident der Stiftung 'Haus der Geschichte' in Bonn sowie der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Wüstenrot Stiftung, Friedrich Pfäfflin.

Stichwort: Kanzlerbungalow

Der Architekt Sep Ruf wurde 1963 beauftragt, ein modernes, repräsentatives Wohn- und Empfangsgebäude für den Bundeskanzler zu bauen. Der Kanzlerbungalow gehört zum Ensemble um das Palais Schaumburg, dem Sitz aller Bundeskanzler bis Helmut Schmidt. Den Bungalow nutzten die Bundeskanzler von Ludwig Erhard über Kurt-Georg Kiesinger, Willy Brandt und Helmut Schmidt bis Helmut Kohl.

Gemäß dem Zweck, Wohnen und Begegnen, hat der Architekt zwei quadratische, gegeneinander versetzt angeordnete und verschieden große eingeschossige Atriumsbauten mit 22 und 24 Metern Seitenlänge entwickelt. Der kleinere Teil des Baus beherbergt die Privaträume des Kanzlers samt einem kleinen Innenhof. Der größere Bauteil war Empfängen und Begegnungen vorbehalten.

Der Bungalow wurde am 12. November 1964 eingeweiht. Möbel der Miller-Collection und ausgewählte Kunstwerke verstärken den Eindruck des sich weltoffen und modern präsentierenden Gebäudes. Er gilt auch im internationalen Vergleich mit Residenzen und Domizilen westlicher Regierungschefs als unverwechselbar und ohne historisches Vorbild.

 

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Berlin - Veröffentlicht von pressrelations


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