Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG)
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Schnappauf: Europadiplom um 5 Jahre verlängert
14.12.2006, 14:20

Nationalpark Bayerischer Wald - 'Auszeichnung für Naturschutz par excellence'

Auszeichnung für Natur- und Artenschutz par excellence: Das Europadiplom für den Nationalpark Bayerischer Wald wird um weitere fünf Jahre verlängert. Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf zur erfreulichen Nachricht des Europarats heute in München: 'Der Nationalpark Bayerischer Wald ist ein Aushängeschild des Naturschutzes in Bayern und ganz Europa. Nirgendwo sonst dürfen Wälder auf so großer Fläche entstehen, wachsen und vergehen, ohne dass der Mensch lenkend oder pflegend eingreift.' Von den 14 Nationalparken in Deutschland besitzen nur die zwei bayerischen Nationalparks das Europadiplom. Um die Auszeichnung auch in Zukunft führen zu können, empfiehlt der Europarat unter anderem der Wildnis mehr Raum zu geben. Zukünftig sollen drei Viertel der Nationalparkfläche völlig der Natur überlassen werden. Der Europarat kündigte zudem an, dass bei Fortführung der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem angrenzenden tschechischen Sumava Nationalpark dieser künftig auch die Auszeichnung führen könnte. 'Damit ist Bayern Zugpferd eines grenzüberschreitenden Premium-Naturschutzes', so der Minister.

Der älteste und bekannteste Nationalpark in Deutschland bleibt Träger höchster internationaler Auszeichnungen: Kategorie II der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) und Europadiplom der Stufe A. Das Europadiplom wurde 1965 für Gebiete mit herausragender Bedeutung zum 'Schutz des europäischen Erbes von Flora und Fauna, seiner Umwelt und seiner Ökosysteme' vom Europarat ins Leben gerufen. Erstmals wurde dem Nationalpark Bayerischer Wald 1986 das Diplom verliehen und nun nach erneuter Überprüfung zum vierten Mal verlängert. 'Für die Ausweitung der Wildnis gilt es, Akzeptanz bei der Bevölkerung zu erreichen. Denn die unberührten Waldgebiete sind ein Refugium für Tiere und Pflanzen der roten Liste', so Schnappauf. Über 6.000 Tierarten, davon 175 verschiedene Wirbeltierarten und mehr als 700 Pflanzenarten sind im Nationalpark nachgewiesen. Der Nationalpark ist insgesamt 240 Quadratkilometer groß und grenzt auf rund 60 Kilometer Länge direkt an die tschechische Republik, wo 1991 der 690 Quadratkilometer große Nationalpark Sumava gegründet wurde.

Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - www.stmugv.bayern.de




München - Veröffentlicht von pressrelations


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