Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
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Gewebegesetz schafft mehr Sicherheit beim Umgang mit Zellen und Geweben
24.05.2007, 16:37
Gewebegesetz schafft mehr Sicherheit beim Umgang mit Zellen und Geweben
 
24. Mai 2007 - 407
 
Anlaesslich der heutigen 2./3. Lesung des Gewebegesetzes erklaert die Sprecherin der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion, Carola Reimann:
 
Das Gewebegesetz, welches heute im parlamentarischen Verfahren abgeschlossen wird, ist an Bedeutung nicht zu unterschaetzen.
 
Zentrales Ziel des Gesetzes ist die Schaffung von einheitlichen Sicherheitsstandards beim Umgang mit Zellen und Geweben. Als Messlatte fuer dieses mehr an Sicherheit wurden die Kriterien des deutschen Arzneimittelgesetzes verwandt. Dieses Vorgehen entspricht dem Sicherheitsanspruch von Patient und Therapeut. Es ist mit Blick auf die jahrzehnte alte positive Erfahrung mit dem Arzneimittelgesetz sachgerecht. Gleichzeitig wird mit der neu eingefuehrten Genehmigungspflicht anstatt einer Zulassung fuer klassische und nicht industriell hergestellte Gewebezubereitungen wie Herzklappen ein sicherer wie unbuerokratischer Weg im Umgang ermoeglicht. Das Gewebegesetz fuehrt durch diese Regelung aber nicht dazu, dass nun zum Beispiel Keimzellen zu Arzneimitteln werden.
 
Vor zehn Jahren wurde in Deutschland das Transplantationsgesetz verabschiedet. Dieses Gesetz hat viel gutes bewirkt. Es ist hervorzuheben, dass sich die Koalitionsfraktionen im Rahmen der Gewebegesetzgebung darauf verstaendigt haben, die Wirkungen dieses Gesetzes durch das Bundesministerium fuer Gesundheit unabhaengig evaluieren zu lassen. So soll eine rueckblickende Analyse unter anderem der Organ- und Gewebespende, der Vermittlung, der Aufklaerung der Spender und Angehoerigen etwaige Schwachstellen der Gesetzgebung oder der Anwendungspraxis aufzeigen.
 
Der heute zu verabschiedende Gesetzentwurf stellt nochmals den Vorrang der Organspende vor der Gewebespende heraus. Es ist zu begruessen, dass dieser Grundsatz der Organspende noch einmal unmissverstaendlich im Gesetzestext hervorgehoben wird.
 
 
© 2007 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de
 
 



Berlin - Veröffentlicht von pressrelations


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