BASF AG
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Biotech-Sojabohnen von BASF und Embrapa bereit für Markteinführung in Brasilien ab 2011
30.01.2009, 17:50
Produkt wurde zur kommerziellen Genehmigung in Brasilien eingereicht
Saatgut für brasilianische Landwirte ist voraussichtlich ab 2011 verfügbar


São Paulo und Brasília (Brasilien) - 30. Januar 2009 - BASF und Embrapa, Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária, haben heute bekannt gegeben, dass sie ihre gemeinsam entwickelte herbizidtolerante Sojabohnensorte bei der brasilianischen Regierungskommission für Biosicherheit CTNBio zur kommerziellen Genehmigung eingereicht haben. Embrapa ist Brasiliens öffentliche Agrarforschungseinrichtung, die dem Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht und Versorgung zugeordnet ist. Der Zulassungsantrag, wurde diese Woche im brasilianischen Amtsblatt (Diario Oficial da União) veröffentlicht.

Bei der Sojabohnensorte handelt es sich um die erste gentechnisch veränderte Pflanze, die vollständig in Brasilien entwickelt wurde und für den brasilianischen Markt bestimmt ist. Die Gene, die die Herbizidtoleranz vermitteln, stammen von BASF und wurden von Embrapa-Forschern in die Sojabohne übertragen und zu einer neuen kommerziellen Sorte entwickelt. Die Unternehmen hatten ihre Zusammenarbeit 1997 aufgenommen.

„BASF und Embrapa liefern eine Technologie, die in Brasilien für brasilianische Sojabohnen-Landwirte entwickelt wurde. Das Land ist der weltweit führende Exporteur und zweitgrößte Produzent von Sojabohnen“, betonte Walter Dissinger, Crop Protection Vice President der BASF in Lateinamerika. „Landwirte werden von einer besseren Unkrautkontrolle profitieren, die weniger Ressourcen verbraucht und die landwirtschaftliche Produktivität erhöht.“

„Diese öffentlich-private Partnerschaft unterstreicht die Kompetenz Brasiliens im Bereich der Biotechnologie in der Landwirtschaft. Wir zeigen der Welt unsere Innovationskraft, die für die heutige Gesellschaft äußerst wichtig ist. Embrapa forscht an den verschiedensten Technologien. Und moderne nachhaltige Biotechnologie schafft Ergebnisse, die uns zu Vorreitern macht, wenn es darum geht, Wohlstand und Wohlbefinden herzustellen.“ sagte Silvio Crestana, Managing Director bei Embrapa.

Das Technologiesystem aus Herbiziden und der toleranten Sojabohne bietet den Landwirten eine Alternative, zahlreiche Unkrautarten in den Griff zu bekommen - darunter auch solche Arten, die heute nur schwer zu bekämpfen sind. So reduziert der Einsatz der Technologie die pro Hektar benötigte Herbizidmenge und erhöht die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen für Sojabohnen. Das System ermöglicht Sojabohnen-Landwirten eine effektive Unkrautkontrolle, verringert den Einsatz von Maschinen und Geräten und ist weniger aufwändig für Landwirte und Feldarbeiter.

Embrapa und BASF erwarten, dass das neue Biotechnologie-Saatgut für die Saison 2011 verfügbar sein wird. Bereits jetzt bekunden auch benachbarte Länder wie Argentinien, Bolivien und Paraguay Interesse an der Entwicklung dieser Technologie für die jeweils landesspezifischen Sojabohnenarten.

Über Embrapa

Embrapa wurde 1973 gegründet. Das gesamte Know-how des Unternehmens hat einen entscheidenden Beitrag zur Agrarindustrie in Brasilien geleistet und zeichnet zum Großteil für die führende Position des Landes im internationalen Agrarmarkt verantwortlich. Brasilien und Embrapa setzen Maßstäbe in der tropischen Agrartechnologie. Das Land zählt zu den Weltmarktführern für Produktion und Export von Landwirtschaftserzeugnissen und wird Prognosen zufolge in naher Zukunft die internationale Führungsposition in der Herstellung von Biokraftstoffen aus Zuckerrohr und Pflanzenölen einnehmen. Dank dieser Stellung im globalen Markt hat Brasilien den Preis und Fluss von Nahrungsmitteln und andere Agrarerzeugnisse entscheidend beeinflusst.

Durch eine klare Zukunftsvision und hohe Investitionen in die Qualifikation von Personal sowie die Eignung, aktiv am wissenschaftlichen Fortschritt teilzuhaben, kann Embrapa dazu beitragen, Brasilien in den Grenzbereichen der Wissenschaft und in neuen Themengebieten wie Agrarenergie, Handel mit Emissionsrechten sowie Biosicherheit zu positionieren. Gleiches gilt für Bereiche wie Biotechnologie, Nanotechnologie und Präzisionsackerbau. Besonders in der Biotechnologie hat Embrapa bedeutende Erfolge in der Entwicklung von Produkten und Prozessen sowie der Risikoplanung und -beurteilung erzielt.

Über BASF

BASF ist das führende Chemie-Unternehmen der Welt: The Chemical Company. Das Portfolio reicht von Öl und Gas über Chemikalien, Kunststoffe und Veredlungsprodukte bis hin zu Pflanzenschutzmitteln und Feinchemikalien. Als zuverlässiger Partner hilft die BASF ihren Kunden in nahezu allen Branchen erfolgreicher zu sein. Mit hochwertigen Produkten und intelligenten Lösungen trägt die BASF dazu bei, Antworten auf globale Herausforderungen wie Klimaschutz, Energieeffizienz, Ernährung und Mobilität zu finden. Die BASF beschäftigt mehr als 95.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2007 einen Umsatz von fast 58 Milliarden €. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.de .


Medienkontakt:

Embrapa - Marita Cardillo
Tel.: +55 11 61 3448-4207 oder +55 11 3340-7015
E-Mail: marita.cardillo@embrapa.br

BASF - Mette Johansson
Tel.: +49 621 60 28752
mette.johansson@basf.com 


Ludwigshafen - Veröffentlicht von pressrelations


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