Robert Bosch GmbH
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Mehr Stabilität beim starken Bremsen
21.12.2010, 12:31
Neues Motorrad-ABS von Bosch geht in Serie
ABS 9 plus mit integriertem Drucksensor

Neue Variante der ABS-Generation 9 für Motorräder
Integrierter Drucksensor für mehr Stabilität beim Bremsen
Derzeit kleinstes und leichtestes Motorrad-ABS weltweit

Bosch startet die Serienfertigung einer neuen Variante der ABS-Generation 9 für Motorräder. Das ABS 9 plus ist das derzeit kleinste und leichteste Bremsregelsystem für Motorräder weltweit. „Mithilfe der Signale eines zusätzlichen Drucksensors kann noch schneller auf das Abheben des Hinterrads geschlossen werden. Der Bremsdruck lässt sich dadurch früher anpassen, was die Fahrstabilität bei starken Bremsmanövern weiter verbessert“, sagt Dr. Werner Struth, Vorsitzender des Geschäftsbereichs Chassis Systems Control bei Bosch. Das neue System geht derzeit in zwei Modellen in Serie. Kawasaki bietet es unter der Bezeichnung „Kawasaki Intelligent Anti-Lock Brake System (KIBS)“ optional in der Ninja ZX-10R an, Ducati führt es serienmäßig in der Diavel ein. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, hat die EU-Kommission Anfang Oktober eine ABS-Pflicht für Motorräder vorgeschlagen.

Bei Motorrädern droht bei einer Vollbremsung aufgrund der dynamischen Radlastveränderungen das Abheben des Hinterrads. Um dies zu bekämpfen, werten alle Motorrad-Varianten der ABS-Generation 9 die Schlupfwerte der beiden Reifen aus. Droht ein Überschlag, wird der Bremsdruck im Vorderrad abgesenkt. Im neuen ABS 9 plus hat Bosch einen zusätzlichen Drucksensor integriert, der den vom Fahrer vorgegebenen Bremsdruck erfasst und so ein Abheben des Hinterrads früher erkennt - und dadurch noch schneller reagieren kann.

Weltweit erste eigenständige ABS-Baureihe für Motorräder Bislang wurden Antiblockiersysteme für Motorräder vom Pkw mit kleineren technischen Anpassungen übernommen. Zeitgleich zur neuen Generation von Bosch-Bremsregelsystemen für Pkw haben die Ingenieure des Bosch-Entwicklungszentrums in Japan eine eigenständige ABS-Baureihe für Motorräder konzipiert. Diese ist modular aufgebaut, so dass sich Varianten für unterschiedliche Funktionsumfänge realisieren lassen. Es reicht von der Basisvariante ABS 9 base bis zu einer Version ABS 9 enhanced mit elektronischer Verbundbremse. Die letztere Variante ermöglicht ein Abbremsen beider Räder und eine elektronisch gesteuerte variable Bremsdruckverteilung, selbst wenn der Fahrer nur Vorder- oder Rückbremse betätigt.

Alle ABS-Systeme für Motorräder von Bosch sind sehr kompakt. So ist das Pumpengehäuse nun sehr klein, da es nur die Regeltechnik für zwei statt für vier Räder enthalten muss. Die Leiterplatte des Steuergeräts wird direkt auf die Hydraulik montiert, was die Vibrationsfestigkeit erhöht. Aufgrund kürzerer Bremsleitungen und kleinerer Bremskolben reicht eine neu entwickelte kompaktere Rückförderpumpe. Das Ergebnis: Im Vergleich zum Vorgänger ist das System um die Hälfte kleiner und leichter. Zudem pulsiert der Bremshebel weniger stark und das System passt den Bremsdruck noch schneller an den Reibwert des jeweiligen Untergrunds an.

Bosch fertigt bereits seit 1994 Antiblockiersysteme für Motorräder. Seitdem gab es vielfach Verbesserungen und Weiterentwicklungen. Bis heute hat Bosch bereits über 350 000 Antiblockiersysteme für Motorräder ausgeliefert.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten rund 275 000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 38,2 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 300 Tochter- und Regionalgesellschaften in über 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für Wachstum. Pro Jahr gibt Bosch mehr als 3,5 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldet rund 3 800 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Das Unternehmen wurde 1886 als „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ von Robert Bosch (1861-1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen, langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte sind mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.


Mehr Informationen unter www.bosch.com.


Stuttgart - Veröffentlicht von pressrelations


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