Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
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Daniel Bahr unterstützt die Bewerbung Deutschlands als Austragungsort der Weltspiele der Organtransplantierten
02.05.2012, 15:39
Deutschland bewirbt sich als Austragungsort um die Weltspiele der Organtransplantierten im Jahr 2015 in Berlin. Aktuell hält sich eine Delegation des Verband der Weltspiele für Transplantierte (WTGF) in Berlin auf, um sich vor Ort die Sportstätten und die Infrastruktur für die Spiele anzusehen. An dem heutigen Empfang von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr für die Delegation des Verbands der Weltspiele für Transplantierte (WTGF) nahmen der Vorstand der Transdia e.V., sowie die Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, Dagmar Freitag (MdB) und die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Professor Dr. Elisabeth Pott teil.

Daniel Bahr begrüßte die Teilnehmer und sicherte seine Unterstützung bei der Bewerbung zu: „Wir wollen dem Weltverband signalisieren, dass das Thema Organspende in Deutschland gesamtgesellschaftlich und auch parteiübergreifend von hoher Bedeutung ist. Es ist ermutigend, dass Menschen nach einer Transplantation Hochleistungssport betreiben. Die Weltspiele der Transplantierten machen das Thema Organspende sichtbar. Wir werben dafür, dass die Spiele nach Deutschland kommen. Wir wollen die Menschen motivieren sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen.“

Der Verband der Weltspiele für Transplantierte (WTGF) ist offiziell vom Internationalen Olympischen Komitee anerkannt worden. Er wurde 1987 gegründet und zählt heute 70 Mitgliedstaaten. Seit mehr als 30 Jahren finden die Weltspiele der Organtransplantierten (World Transplant Games) statt. Fast 2000 transplantierte Sportler treffen sich für eine Woche zu Sport und Austausch, aber auch um der Öffentlichkeit zu zeigen, wie sinnvoll und wertvoll eine Organspende ist.

Die Bewerbungsunterlagen für die Ausrichtung der Weltspiele der Organtransplantierten 2015 in Berlin wurden von Transdia e.V. beim Weltverband im Frühjahr 2011 abgegeben. Ähnlich des olympischen Verfahrens wird die Bewerbung von einer Evaluierungskommission des WTGF vor Ort in Berlin geprüft, bevor im Juni 2012 in Durban/ Südafrika die endgültige Entscheidung zum Gastland und der Stadt der Sommerspiele in 2015 fällt. Die Kandidaturen von Berlin, Tokyo und Buenos Aires liegen zur Wahl vor.

Regelmäßig ist in den ausrichtenden Ländern der Weltspiele durch mediale Berichterstattung, politische Unterstützung und begleitende Informationen zur Organspende eine signifikante Steigerung der Organspendezahlen zu beobachten. In Schweden, Austragungsland der Sommerspiele im letzten Jahr, sind beispielsweise im Jahr der Spiele die Organspendezahlen sehr deutlich gestiegen.

In Deutschland ist der Mangel an Spenderorganen nach wie vor hoch. Auf eine Million Einwohner kamen in 2011 nur etwa 14,7 Spender. International liegt Deutschland damit im unteren Drittel. Der Bundestag hat einen fraktionsübergreifenden Entwurf zur Einführung der Entscheidungslösung eingebracht. Der Entwurf wird aktuell zusammen mit dem Gesetz zur Änderung des Transplantationsgesetzes im Parlament beraten. Mit der Entscheidungslösung werden die Krankenkassen verpflichtet ihre Versicherten regelmäßig über Organspende zu informieren. Die Versicherten sollen damit motiviert werden, sich mit dem Thema Organspende zu befassen und ihre Entscheidung schriftlich zu dokumentieren. Die Entscheidung soll aber freiwillig bleiben. Ziel ist eine möglichst breite Zustimmung zur Organspende in der Bevölkerung zu erreichen.


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Berlin - Veröffentlicht von pressrelations


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