Sterbehilfe-Debatte: Ärzte für das Leben e.V. fordert generelles Verbot der Suizidbeihilfe
15.06.2012, 11:19
Münster (15.06.12). Der Verein 'Ärzte für das Leben e.V.' lehnt den derzeitigen Referenten-Entwurf des Bundesjustizministeriums für ein 'Gesetz zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung' als nicht ausreichend ab. Diese entschiedene Ablehnung ergibt sich nicht nur aus der Tatsache, dass die Bedingung der Gewerbsmäßigkeit sehr leicht zu umgehen ist, sondern vor allem aus der klaren Implikation, dass ein alleiniges Verbot der gewerbsmäßigen Beihilfe zur Selbsttötung die stillschweigende Akzeptanz der nicht-gewerbsmäßigen Suizidbeihilfe bedeutet.

Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, ihrem Leben ein Ende zu setzen, wünschen in der Regel nicht den Tod, sondern ein Leben unter besseren Bedingungen. Die Aufgabe des Arztes ist es, ihnen hierbei zu helfen und beizustehen, nicht aber, ihnen den Weg in den Tod zu bahnen.

Im November 2011 stellte die Bundesärztekammer in der Musterberufsordnung für Ärzte folglich fest, dass 'Ärztinnen und Ärzte… keine Hilfe zur Selbsttötung leisten [dürfen].'

Ärzte für das Leben e.V. fordern daher - wie die Bundesärztekammer - ein gesetzliches Verbot jeder Beihilfe zum Suizid.

Der Verein 'Ärzte für das Leben' fordert eine uneingeschränkte Kultur des Lebens in der medizinischen Praxis und Forschung. Er finanziert sich ausschließlich über die Beiträge seiner Mitglieder sowie Spenden.


Kontakt:

Ärzte für das Leben e. V.
Dr. med. Dr. theol. h.c. Maria Overdick-Gulden
Markusberg 24e
54293 Trier

Tel.: 0651 / 8200724
E-Mail: m.overdick-gulden@aerzte-fuer-das-leben.de
Internet: http://www.aerzte-fuer-das-leben.de

Über Ärzte für das Leben e.V.:

Ärzte für das Leben e.V. ist eine seit 1991 bestehende Gemeinschaft von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, die sich für die bedrohte Freiheit des Arztberufs einsetzt, damit Ärzte sich unbeeinflusst von den Interessen Dritter für das Heil ihrer Patienten in hippokratischer Tradition einsetzen können.

Der Themenkreis umfasst dabei die Embryologie, Schwangerschaft ('Spätschwangerschaft'), die sogenannte Präimplantationsdiagnostik, Pränataldiagnostik, eugenische Selektion, gefällige Genmanipulation i. S. von 'enhancement', adulte Stammzelltherapie gegen Embryonenverbrauch, Hilfen bei Behinderung sowie Hirntod und Organspende. Ärzte für das Leben e.V. sind für Sterbebegleitung, Palliativmedizin und Hospizarbeit, jedoch gegen assistierten Suizid und Sterbehilfe im Sinne von Euthanasie. Zu allen Themen ist ein Austausch mit anderen Fachdisziplinen (Philosophie, Psychologie, Soziologie, Jura, Theologie) erwünscht.


Marktoberdorf - Veröffentlicht von pressrelations


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