Genom-Check am Embryo – der Basler Appell sagt nein!
20.08.2012, 15:44
Der Bundesrat will die Präimplantationsdiagnostik erlauben. Gleichzeitig werden Genom-Tests für Ungeborene entwickelt. Der Basler Appell gegen Gentechnologie warnt davor, behinderte Menschen zu diskriminieren, und verlangt eine öffentliche Debatte.

Ende Juni publizierte das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) den Vernehmlassungsbericht zum Entwurf für eine Änderung von Artikel 119 BV sowie des Fortpflanzungsmedizingesetzes (FmedG). Der Entwurf sieht vor, das in der Schweiz zur Zeit noch geltende Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) aufzuheben und das umstrittene selektive Diagnoseverfahren unter strengen Auflagen zu erlauben. Der entsprechende Verfassungsartikel mit Gesetzesentwurf soll bis zum Frühling 2013 ausgearbeitet werden. Unterdessen drängen auch im Bereich der pränatalen Diagnostik neue Testmöglichkeiten auf den Markt. In der Schweiz soll in diesen Tagen ein neuer Test (Praenatest) in den Verkauf gelangen, der im mütterlichen Blut kindliche DNA-Bruchstücke aufspüren kann. Mit Hilfe dieser Bruchstücke gelingt es nachzuweisen, ob bei einem Embryo eine Trisomie 21 (Down-Syndrom) vorliegt. In den allermeisten Fällen führt eine solche Diagnose zum Abbruch der Schwangerschaft.

Ob künstliche Befruchtung oder ob Zeugung auf natürlichem Weg, Embryonen werden je länger je intensiver untersucht und getestet. Was vor 20 Jahren noch undenkbar war, ist heute bereits Realität. Der Fortschritt bestimmt, was machbar sein soll. Die Gesellschaft und mit ihr wichtige ethische Werte haben das Nachsehen. Der Basler Appell gegen Gentechnologie fordert deshalb eine breite gesellschaftliche Debatte über die Auswirkungen der pränatalen Diagnostik, ebenso über die Diagnosemöglichkeiten im Rahmen fortpflanzungsmedizinischer Verfahren.

Wohin der Wunsch nach einem perfekten Kind führen soll, können Interessierte ab sofort auf der Homepage des Basler Appells diskutieren (www.baslerappell.ch/blog http://www.baslerappell.ch/blog ). Der Verein wird beiliegendes Faltblatt zum Thema in einer Auflage von vorläufig 50'000 Exemplaren verschiedenen Publikationen beilegen, um die öffentliche Debatte endlich in Gang zu bringen. Das Faltblatt kann kostenlos auch in grösseren Mengen beim Basler Appell gegen Gentechnologie bestellt werden.

Für Rückfragen: Pascale Steck/Gabriele Pichlhofer, Basler Appell gegen Gentechnologie,
T 061 692 01 01 (Mo bis Mi 14-17 Uhr, Do und Fr 10-13 Uhr)


Kontakt:
Basler Appell gegen Gentechnologie
Postfach 74
4005 Basel
Schweiz

Telefon: 41 61 692 01 01
Telefax: 41 61 693 20 11

Mail: info@baslerappell.ch
URL: http://www.baslerappell.ch




Basel - Veröffentlicht von pressrelations


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