Sterbehilfe und Pille danach: Ärzte für das Leben e.V. begrüßen Akzente der neuen Bundesregierung in Sachen Lebensrecht
15.01.2014, 16:58
In den Debatten um Sterbehilfe bzw. Suizidbeihilfe sowie die Freigabe der sogenannten „Pille danach“ hat die neue Bundesregierung in den letzten Wochen in zwei Fragen des Lebensrechts positive Akzente gesetzt.

Ärzte für das Leben e.V. unterstützen den Vorstoß des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe, jede geschäftsmäßige Hilfe zur Selbsttötung unter Strafe zu stellen. Sie plädieren aber dafür, diese auf jede Art der Beihilfe zur Selbsttötung auszudehnen, unabhängig davon, ob diese geschäftsmäßig oder auf sonstiger Art organisiert sei oder nicht.

„Eine Geschäftsmäßigkeit oder sonstige Organisation der Suizidbeihilfe wird in der Praxis schwer nachzuweisen sein. Darüber hinaus führt die Akzeptanz jeder Art der Beihilfe zum Suizid dazu, dass Selbstmord als solcher in der Gesellschaft mehr Akzeptanz findet. Dies läuft dem grundsätzlichen ärztlichen und gesellschaftlichen Gebot zuwider, selbstmordgefährdeten Menschen primär zu helfen, sie zu schützen und nicht aufzugeben“, erklärte der 1. Vorsitzende der Ärzte für das Leben e.V., Prof. Paul Cullen. Er erinnerte an die Worte des ehemalige SPD-Vorsitzenden und Bundesministers Franz Müntefering, der vor wenigen Tagen im ZDF-Morgenmagazin gesagt hat, wir „müssen vor allem darüber reden, wie wir die Liebe und den Mut zum Leben stärken können... [und].. nicht darauf setzen, dass jeder so leicht aus dem Leben scheiden kann. Sterben gehört zum Leben dazu.“

Auch begrüßen Ärzte für das Leben e. V. den Widerstand aus CDU-Kreisen, Anträge der SPD und der Linkspartei auf eine rezeptfreie Abgabe der „Pille danach“ mit dem Wirkstoff Levonorgestrel abzulehnen. „Abgesehen davon, dass eine frühabtreibende Wirkung für dieses Präparat nicht ausgeschlossen werden kann, sprechen die starken Nebenwirkungen gegen eine Freigabe. In England und Frankreich ist nach der Freigabe der „Pille danach“ zudem die Zahl der Abtreibungen nicht gesunken, sondern angestiegen“, so Prof. Cullen.

Über Ärzte für das Leben e.V.:

Ärzte für das Leben e.V. ist eine seit 1991 bestehende nicht-konfessionelle und unabhängige Gemeinschaft von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, die sich für das Leben von der Befruchtung bis zum natürlichen Tod einsetzt und für die bedrohte Freiheit des Arztberufs, damit Ärzte sich unbeeinflusst von den Interessen Dritter für das Heil ihrer Patienten in hippokratischer Tradition einsetzen können. Der Verein finanziert sich ausschließlich über die Beiträge seiner Mitglieder sowie durch Spenden.

Der Themenkreis umfasst dabei die Embryologie, Schwangerschaft ('Spätschwangerschaft'), die sogenannte Präimplantationsdiagnostik, Pränataldiagnostik, eugenische Selektion, gefällige Genmanipulation i. S. von 'enhancement', adulte Stammzelltherapie gegen Embryonenverbrauch, Hilfen bei Behinderung sowie Hirntod und Organspende. Ärzte für das Leben e.V. sind für Sterbebegleitung, Palliativmedizin und Hospizarbeit, jedoch gegen assistierten Suizid und Sterbehilfe im Sinne von Euthanasie. Zu allen Themen ist ein Austausch mit anderen Fachdisziplinen (Philosophie, Psychologie, Soziologie, Jura, Theologie) erwünscht.


Ärzte für das Leben e. V.
Dr. med. Dr. theol. h.c. Maria Overdick-Gulden
Markusberg 24e
54293 Trier

Tel.: 0651 / 8200724
E-Mail: m.overdick-gulden@aerzte-fuer-das-leben.de
Internet: http://www.aerzte-fuer-das-leben.de


Marktoberdorf - Veröffentlicht von pressrelations


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