Deutsche Bahn AG
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Tunnelanschlag für 6,5 Kilometer langen Bibratunnel der Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle im Burgenlandkreis
17.10.2008, 14:15
(Leipzig/Karsdorf, 17. Oktober 2008) In Anwesenheit von Dr. Gerlinde Kuppe, Ministerin für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt, dem Landrat des Burgenlandkreises Harri Reiche und den Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG begann am 17. Oktober 2008 der Weg der Tunnelbau-Mineure. Er führt durch den 6,5 Kilometer langen Abschnitt durch einen Höhenzug bei Bad Bibra nach Karsdorf im Burgenlandkreis im südlichen Sachsen-Anhalt.

Mit einer traditionellen Zeremonie und einer ökumenischen Andacht wurden die Sozialministerin Gerlinde Kuppe sowie die Ehefrau des Landrats des Burgenlandkreises, Gisela Reiche, als Tunnelpatinnen für je eine der parallel verlaufenden Röhren des Bibratunnels als Patinnen in ihr Amt eingeführt. Sie wachen nach altem Glauben als Vertreterin der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Mineure über einen glücklichen Weg durch den Berg.

Mit der Tunnelanschlagfeier ist nach einer halbjährigen Vorbereitung das erste Etappenziel auf der Großbaustelle erreicht. Zuvor mussten u. a. auf 60.000 Quadratmetern die Baustelleneinrichtung sowie die Startbaugruben in Voreinschnitten errichtet werden. Der Tunnel wir gleichzeitig von beiden Seiten in beiden Röhren im Sprengvortrieb aufgefahren. Planmäßig begleitet werden die Bauarbeiten mit großflächigen Grabungen des Landesamtes für Denkmalschutz und Archäologie, das hier Funde aus 5.000 Jahren Siedlungsgeschichte sichert. Direkt auf der Baustelle werden bis 2012 etwa 200 Bauleute arbeiten. Dann soll der Tunnel im Rohbau fertig gestellt sein. Für die Investition sind 230 Millionen Euro veranschlagt. Das Vorhaben wird nach einer europaweiten Ausschreibung von einer Schweizer Arbeitsgemeinschaft aus Tunnelbauspezialfirmen realisiert, die bereits viele einheimische Firmen und Arbeitskräfte vertraglich gebunden hat.

Der jetzt in Angriff genommene zweiröhrige Tunnel ist Teil der Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8, der Neu- und Ausbaustrecke Nürnberg-Erfurt-Leipzig/Halle-Berlin. Sie soll in Verbindung mit der fertig gestellten Neu- und Ausbaustrecke München-Nürnberg die Fahrzeit von München nach Berlin auf etwa 4 Stunden verkürzen. Ziel ist eine entscheidende Leistungssteigerung der Schienenverbindungen zwischen den Ballungszentren Deutschlands und Europas, u. a. in den Raum Leipzig/Halle. Gegenwärtig konzentrieren sich die Arbeiten auf die über 200 km langen Neubaustrecken vom bayrischen Ebensfeld bis in den Raum Halle (Saale) in Sachen-Anhalt. Auf der 123 Kilometer langen Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle befinden sich die bauzeitbestimmenden Ingenieurbauwerke (Tunnel, Talbrücken) in der Realisierung.

Die Inbetriebnahme des Gesamtprojektes Nürnberg-Berlin ist für 2017 vorgesehen.


Herausgeber: DB Mobility Logistics AG
Leipziger Platz 9, 10117 Berlin, Deutschland
Verantwortlich für den Inhalt: Konzernsprecher/
Leiter Unternehmenskommunikation
Oliver Schumacher

Ansprechpartner zum Thema
Deutsche Bahn AG
Frank Kniestedt
Sprecher Großprojekte Südost


Berlin - Veröffentlicht von pressrelations


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