Neue Impulse für die Kooperation – Rundtisch-Gespräch mit Vertretern der niedersächsischen Tschernobylinitiativen
03.11.2004, 09:18

Neue Impulse für die Kooperation - Rundtisch-Gespräch mit Vertretern der niedersächsischen Tschernobylinitiativen

Berlin, den 2. November 2004 - Am 30. Oktober 2004 fand in Hannover ein 'Runder Tisch' statt, an dem sich ca. 80 Vertreter der Hilfsorganisationen des Landes Niedersachsen beteiligt haben. Die meisten dieser Initiativen arbeiten mit belarussischen Partnern seit über 10 Jahren zusammen und haben große Erfahrungen auf dem Gebiet der humanitären Hilfe gesammelt.

Auf Anregung des Botschafters der Republik Belarus in der BRD Wladimir Skworzow hat sich die Arbeitsgemeinschaft Hilfe für Tschernobyl-Kinder in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers bereit erklärt, in Anlehnung an eine ähnliche Veranstaltung im Herbst 2003 in Berlin als Gastgeber des 'Runden Tisches' in Hannover aufzutreten.

In Zusammenarbeit mit der belarussischen Botschaft, der Stiftung 'Kinder von Tschernobyl' des Landes Niedersachsen und der Niedersächsischen Kontaktstelle Belarus e.V. wurden Leiter und Mitglieder zahlreicher Initiativen des Landes zu der Teilnahme eingeladen.

Von der belarussischen Seite konnte eine Expertendelegation, die sich aus Vertretern des Departements für humanitäre Hilfe der Präsidialverwaltung, des Zoll- und des Tschernobylkomitees der Republik Belarus zusammensetzte, an der Veranstaltung teilnehmen.

In seiner Ansprache bedankte sich der belarussische Botschafter bei den Mitgliedern der Hilfsorganisationen für Ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement. Wie er betonte, verhindere diese Tätigkeit u.a. das Vergessen der Folgen der schlimmsten technogenen Katastrophe des XX. Jahrhunderts sowie deren Verharmlosung. Herr Skworzow wies darauf hin, dass der 26.April in den GUS-Staaten laut dem Beschluss des Rates der GUS-Staatschefs für den Internationalen Gedenktag an die Opfer der Strahlenunfälle und -katastrophen erklärt worden sei.

Desweiteren informierte er über eine Initiative der Republik Belarus, die während der 59. Tagung der UNO-Generalversammlung im Oktober d.J. unterbreitet wurde, 2006 eine internationale Konferenz in Minsk aus Anlass des 20. Jahrestages der Katastrophe im Atomkraftwerk von Tschernobyl zu organisieren.

In den Beiträgen der belarussischen Delegationsmitglieder wurden Programme der Regierung zur Minimierung der Katastrophenfolgen vorgestellt sowie neue Bestimmungen bei der Organisierung der Kindererholung, Vorbereitung der Hilfskonvois und Paketsendungen ausführlich erörtert. Er wurde dabei ausdrücklich betont, dass eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der deutschen Initiativen mit ihren belarussischen Partnerorganisationen für die erfolgreiche Durchführung der humanitären Aktionen von ausschlaggebender Bedeutung sei.

Anschließend nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit zu einer regen und konstruktiven Diskussion mit den Vertretern belarussischer Behörden über die Möglichkeiten der Optimierung bestehender Verfahren. Man war sich auch darüber einig, das solche Treffen in der Zukunft auf regulärer Basis stattfinden sollten.

Botschaft der Republik Belarus in der Bundesrepublik Deutschland
www.belarus-botschaft.de




Berlin - Veröffentlicht von pressrelations


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