Von Salbei und Wruken – seltene Kulturpflanzen in Brandenburg
11.11.2002, 17:12

Von Salbei und Wruken - seltene Kulturpflanzen in Brandenburg

Potsdam 11. November 2002 - Der Rückgang der Artenvielfalt hat heute alarmierende Ausmaße angenommen. Die Landkarte des Lebens ist ärmer geworden, nicht nur in tropischen Breiten, wo durch Waldvernichtung oder Versteppung die öffentliche Aufmerksamkeit inzwischen hoch ist. Auch hier in Mitteleuropa ist der Verlust von Rassen und Sorten nicht gestoppt. Dabei sind es nicht nur Wildtiere und Wildpflanzen, die besonders bedroht sind. Etliche der alten Haustierrassen und Nutzpflanzen gehören inzwischen auf Rote Listen. Unter dem Titel 'Von Salbei und Wruken - seltene Kulturpflanzen' hat das brandenburgische Agrar- und Umweltministerium gemeinsam mit der Landesanstalt für Großschutzgebiete nunmehr eine Dokumentation herausgegeben, die nicht nur den Wert der alten Sorten in den Mittelpunkt stellt, sondern auch die Aktivitäten derjenigen, die sich für den Erhalt alter Kulturpflanzen in Brandenburg einsetzen.

Von Frankreich in die Uckermark und wieder zurück reiste eine unscheinbare Federnelke mit großer Geschichte. Einst erfreute sich Ludwig XIV., der Sonnenkönig, in seinen Versailler Gärten an ihr. Heute wächst die längst verschwunden geglaubte Landnelke im brandenburgischen Greiffenberg, wo eine der besten Genbanken Deutschlands weitere Überraschungen bereit hält. Diese und andere Geschichten werden im Heft auf 90 Seiten ausgebreitet. Und: Wer kennt noch Blondköpfchen, Blaue Schweden und Pommersche Dickköpfe? Im Land Brandenburg ist in den 1990er Jahren ein Netzwerk von Landwirten, Gärtnern und Biologen entstanden, das sich den Erhalt dieser und anderer alter Kulturpflanzen auf die Fahnen geschrieben hat. Mitmachen kann aber jeder, sei es auf dem eigenen Balkon, im Kleingarten oder im Verein. Im Anhang enthält das Heft deshalb ein Adressverzeichnis ausgewählter Schaugärten, von denen einige auch Staatgut oder Reiser abgeben.

Von Salbei und Wruken - seltene Kulturpflanzen, Autorinnen: Ute Sprenger, Sabine Riewenhern, Potsdam 2002 - Die Broschüre kann kostenlos bezogen werden beim:

Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg,

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,

 

Heinrich-Mann-Allee 103,

14473 Potsdam,

Telefon: 0331/ 866 7237 und -7017,

Fax: 0331/ 866 7018,

E-Mail: pressestelle@mlur.brandenburg.de

 

 

MLUR P/ÖA - Dr. Jens-Uwe Schade;

Telefon: 0331/ 866 7016 oder 7017

Funk: 0172/ 392 72 02

Fax: 0331/ 866 7018,

E-Mail: Jens-Uwe.Schade@mlur.brandenburg.de




Potsdam - Veröffentlicht von pressrelations


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