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Reststoffverwertung statt Mais-Vergasung: Biogas und Öko-Landbau - eigentlich eine perfekte Ergänzung
20.02.2013, 11:24
(aid) - Die Grundidee für den Nutzen des Biogases kam im Prinzip aus dem ökologischen Landbau: Die betrieblichen Nährstoffkreisläufe sollten besser geschlossen werden. Vor allem auf viehlosen Betrieben, die das für die Fruchtfolge nötige Kleegras nicht an Tiere verfüttern können, wollte man dieses vergären und einen Zusatznutzen durch Energiegewinn erzielen. Was dann im Gefolge des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) passierte und zu einem massiven Anstieg der Maisanbauflächen führte, gehe an diesem ersten Ansatz komplett vorbei, sagte Jan Plagge, Präsident des Bioland-Anbauverbands auf der Messe BioFach in Nürnberg.

Eine große Zahl ursprünglich extensiv genutzter Flächen werde mit Mais gefüllt und zusätzlich mit Prämien honoriert, die ein Vielfaches der Summe betrage, die für eine ökologisch genutzte Fläche gezahlt werde. Die Biogas-Erzeugung auf Bio-Betrieben sei so komplett unwirtschaftlich geworden. Die beiden größten Anbauverbände Bioland und Naturland forderten gemeinsam, dass die Energieerzeugung vom Feld auch der Lebensmittelgewinnung dienen müsse. Es gehe um sinnvolle Reststoffverwertung. Hierzu müsse nicht nur das "Greening" in der Gemeinsamen Agrarpolitik vorangetrieben werden. In einem nochmals zu erneuernden EEG müsse auch die Boni-Regelung mit einer ökologischen Energieerzeugung verknüpft werden. Im Öko-Landbau in Deutschland werden derzeit circa 200 Biogasanlagen betrieben, insgesamt sind es ungefähr 7.000.


Britta Klein, www.aid.de


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Bonn - Veröffentlicht von pressrelations


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