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Siemens verkauft Hörgerätesparte an EQT und Familie Strüngmann
06.11.2014, 09:18
- Verkauf an EQT mit Ankerinvestor Familie Wallenberg und Co-Investor Familie Strüngmann für 2,15 Milliarden Euro plus Besserungsschein
- Siemens wird sich über Vorzugskapital mit 200 Millionen Euro beteiligen
- Abschluss der Transaktion voraussichtlich im ersten Kalenderquartal 2015

Siemens verkauft Siemens Audiology Solutions an die Beteiligungsgesellschaft EQT und die deutsche Unternehmerfamilie Strüngmann als Co-Investor für 2,15 Milliarden Euro. Weiterhin erhält Siemens einen Besserungsschein mit einer Auszahlung in Abhängigkeit künftiger Wertsteigerung. Aufgrund des sehr attraktiven Angebots der beiden Investoren hat Siemens entschieden, die im Mai angekündigten Vorbereitungen für einen Börsengang nicht weiter zu verfolgen. "In den vergangenen Jahren hat Siemens Healthcare bereits erheblich in den Auf- und Ausbau des Hörgerätegeschäfts investiert. EQT mit der Familie Wallenberg als Ankeraktionär und die Familie Strüngmann haben einen hervorragenden Ruf und große Erfahrung im Gesundheitssektor. Die Transaktion ist nicht nur aus finanzieller Sicht exzellent, wir sind auch überzeugt, dass beide Investoren das Hörgerätegeschäft mit einer klaren Wachstumsstrategie langfristig weiter entwickeln werden", sagte Hermann Requardt, CEO von Siemens Healthcare und Mitglied des Vorstands der Siemens AG. Siemens wird sich über Vorzugskapital mit 200 Millionen Euro am Eigenkapital des Hörgerätegeschäfts beteiligen und an künftigen Geschäftserfolgen partizipieren. Außerdem erhält Siemens einen Sitz im Gremium der Käufergruppe. Im Rahmen der Transaktion wurde auch vereinbart, dass die neuen Eigentümer mittelfristig die Produktmarke Siemens für das Hörgerätegeschäft weiter nutzen können.

"Das Siemens-Hörgerätegeschäft hat eine lange Tradition für innovative und qualitativ hochwertige Produkte. Beeindruckt sind wir besonders von der starken Entwicklung in den vergangenen Jahren. EQT wird das Management und die Belegschaft voll und ganz dabei unterstützen, das Geschäft weiter zu entwickeln", sagte Marcus Brennecke, Partner bei EQT.

EQT ist eine wachstumsorientierte Beteiligungsgesellschaft mit einem verwalteten Eigenkapital von rund 22 Milliarden Euro und ausgewiesener Kompetenz im Gesundheits- und Medizintechniksektor. So ist EQT auch Eigentümer von LBX, einer der größten Apothekenketten im Wachstumsmarkt China. Die deutsche Unternehmerfamilie Strüngmann ist ebenfalls für eine langfristige Wachstumsorientierung bekannt. Sie gründete 1986 das Unternehmen Hexal, das in Deutschland zum führenden Generika-Anbieter aufstieg.

Die weltweit präsente Siemens Audiology Solutions erzielte im Geschäftsjahr 2014 mit mehr als 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 693 Millionen Euro und einen berichteten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 145 Millionen Euro. Mit der Transaktion wird das Hörgerätegeschäft weitere unternehmerische Freiheit und Flexibilität erlangen und kann auf dieser Basis seinen erfolg-
reichen Wachstumspfad der letzten Jahre fortsetzen - mit positiven Perspektiven für Kunden und Mitarbeiter. Für die Mitarbeiter in Deutschland, die an den Standorten in Erlangen und Herford arbeiten, wurden zudem Vereinbarungen zur Standortsicherung getroffen. Die Transaktion wird vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen voraussichtlich im ersten Kalenderquartal 2015 abgeschlossen und mit einem
Eigenkapitalanteil von rund 1,1 Milliarden Euro solide finanziert.

Siemens ist seit mehr als 100 Jahren im Audiologiegeschäft aktiv. 1913 wurde mit dem "Esha-Phonophor" das erste industriell gefertigte Hörgerät von Siemens in den Markt eingeführt. Ende der 1950er-Jahre stellte Siemens das erste Hinter-dem-Ohr-Gerät vor, 1966 das erste Im-Ohr-Gerät und 1997 das erste digitale Hörsystem. 2004 führte Siemens als erster Hersteller Funktechnologie und damit zur beidohrigen Versorgung synchronisierte Hörgeräte ein. 2012 erhielt Siemens zusammen mit der Universität Oldenburg für die Entwicklung eines binauralen Hörsystems, das die Kommunikation zwischen den Hörgeräten beider Ohren ermöglicht, den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten. Auf Basis dieser Technologie stellte Siemens vor wenigen Wochen auf dem 59. Internationalen Hörgeräteakustiker-Kongress

EUHA in Hannover die neue Hörgeräte-Plattform binax vor, die auf überragendes Kundeninteresse stieß. Die Siemens-Hörgeräte der neuesten Generation sind in der Lage, in Echtzeit Audio-Signale miteinander zu teilen und auszutauschen und so bei einer beidohrigen Anpassung Prozesse des natürlichen Hörens nachzuahmen.


Ansprechpartner für Journalisten

Wolfram Trost
Tel.:+49 89 636-34794
E-Mail: wolfram.trost@siemens.com
www.twitter.com/siemens_press

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unter-nehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonen der Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infra-
strukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2014, das am 30. September 2014 endete, erzielte Siemens einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 71,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,5 Milliarden Euro. Ende September 2014 hatte das Unternehmen weltweit rund 357.000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.

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Dieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf und künftige finanzielle Leistungen sowie auf künftige Siemens betreffende Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können. Diese Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie "erwarten", "wollen", "antizipieren", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "einschätzen", "werden" und "vorhersagen" oder an ähnlichen Begriffen. Wir werden gegebenenfalls auch in anderen Berichten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an Aktionäre verschickt werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen tätigen. Des Weiteren können
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München - Veröffentlicht von pressrelations


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