Die konzernweit erste Biomasse-Dampfkesselanlage bei Carlsberg Serbia: der Vitoflex 300-FSR HS. Foto: Viessmann

Carlsberg setzt auf eine nachhaltige Bierproduktion - Viessmann installiert bei Carlsberg Serbia die konzernweit erste Biomasse-Dampfkesselanlage

24.03.2020, 11:00

Viessmann installiert bei Carlsberg Serbia die konzernweit erste Biomasse-Dampfkesselanlage

Null CO2-Ausstoß, dafür 100 Prozent erneuerbare Energien nutzen: Das sind zwei Ziele der Carlsberg-Gruppe, dem viertgrößten Brauereikonzern der Welt mit Sitz in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Ein erster Schritt, um diese Ziele zu erreichen, ist die Installation der konzernweit ersten Biomasse-Dampfkesselanlage in der Brauerei Carlsberg Serbia d.o.o in Celarevo. Die Kesselanlage von Viessmann Industrial Solutions versorgt die Brauerei mit 1,3 Tonnen Sattdampf pro Stunde. Für diesen Schritt in Richtung nachhaltiger Bierproduktion investierte die Carlsberg-Gruppe mehrere Millionen Euro in den neuen mit Hackschnitzel betriebenen Kesselraum.

Zehn Prozent Energieeinsparung

„Carlsberg Serbia verbraucht jetzt durchschnittlich zehn Prozent weniger Energie in der Bierherstellung als vorher, spart CO2 und schont Ressourcen. Denn die Dampfkesselanlage, die wir in der Brauerei in Celarevo installiert haben, wird ausschließlich mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz befeuert, nämlich mit Hackschnitzeln und Alt-Paletten“, erklärt Patrik Scheiber. Er ist Produktmanager bei der Viessmann Holzfeuerungsanlagen GmbH, einer Tochtergesellschaft der Viessmann Industrial Solutions. In Celarevo, 130 Kilometer nördlich von Belgrad, ist eine Holzfeuerungsanlage vom Typ Vitoflex 300-FSR HS im Einsatz. Die Kessel und die weiteren Komponenten kamen von der Viessmann Holzfeuerungsanlagen GmbH in Österreich. Die schlüsselfertige Lösung für die Brauerei lieferte die Niederlassung Viessmann Belgrad.

Die Investition in die Biomasse-Kesselanlage von Viessmann ist Teil eines Nachhaltigkeitsprogramms der Carlsberg-Gruppe, die 2018 einen Bierausstoß von 112,3 Millionen Hektoliter hatte. Mit „Together Towards ZERO“ (Gemeinsam gegen Null) verpflichtet sich das Unternehmen zu null CO2-Ausstoss bis 2030 sowie, den Wasserverbrauch in ihren Brauereien zu halbieren. Demnach sollen unter anderem künftig alle Carlsberg-Brauereien zu 100 Prozent erneuerbare Energien nutzen - und das schon bis zum Jahr 2022. Hierzu leistet auch der Vitoflex 300-FSR HS seinen Beitrag.

Holz als nachwachsender und CO2-neutraler Energieträger

In der Herstellung ist Bier, mit seinem enormen Strom- und Wärmebedarf, eines der energieintensivsten Lebensmittel überhaupt. Die Dampfkesselanlage, als wichtiger Bestandteil jeder Brauerei, hat hierbei eine Schlüsselrolle: Ob beim Maischen, Kochen oder bei der Flaschen- und Fassreinigung - überall wird Dampf eingesetzt. Damit dieser besonders nachhaltig erzeugt wird, setzt der Vitoflex 300-FSR HS auf den nachwachsenden Rohstoff Holz.

Holz als Brennstoff ist für Brauereien und andere Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie gleich in zweifacher Hinsicht interessant: „Zum einen ist Holz geringeren Preisschwankungen unterworfen als fossile Brennstoffe und muss nicht importiert werden. Das spart Kosten und macht unabhängiger von anderen Märkten. Zum anderen leistet Holz als CO2-neutraler Energieträger einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit“, betont Scheiber. Die bei Carlsberg Serbia installierte Anlage hat eine Nennwärmeleistung von 850 kW und versorgt die Brauerei Celarevo mit 1,3 Tonnen Sattdampf pro Stunde.

Bequeme Bedienung der Anlage aus der Ferne

Weiterer Vorteil des Vitoflex 300- FSR HS von Viessmann: Zur Befeuerung können verschiedene Holzbrennstoffe mit einem Wassergehalt von sechs bis 55 Prozent eingesetzt werden. Zudem erlaubt das System eine Modulation der Leistung von 25 bis 100 Prozent der Dampfproduktion. Dank moderner Anlagensteuerung und Fernzugriff hat das Brauerei-Team in Celarevo die Dreizug-Dampfkesselanlage auch aus der Ferne im Blick, und zwar rund um die Uhr - 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. „Das alles waren Gründe, weshalb sich Carlsberg letztendlich für eine Anlage von Viessmann entschieden hat“, so Scheiber.


Allendorf (Eder) - Veröffentlicht von pressrelations