Charité-Universitätsmedizin Berlin
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Christof von Kalle wird BIH Chair für Klinisch-Translationale Wissenschaften

31.05.2019, 11:52
Am 1. Juni 2019 tritt Prof. Dr. Christof von Kalle die Professur auf Lebenszeit für Klinisch-Translationale Wissenschaften am Berlin Institute of Health (BIH) und der Charité - Universitätsmedizin Berlin an. Der Krebsexperte wird als Gründungsdirektor und BIH Chair das gemeinsame Klinische Studienzentrum von BIH und Charité leiten. Prof. von Kalle hat das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg als Gründungsdirektor aufgebaut und über zehn Jahre geleitet. Er verfügt daher über umfangreiche Erfahrungen in der Translation, dem Grundanliegen des BIH: Ergebnisse aus der Forschung in die klinische Anwendung zu übertragen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Christof von Kalle einen hochkarätigen Wissenschaftler und Forschungsmanager gewinnen konnten“, sagt Prof. Dr. Axel Radlach Pries, Interim-Vorstandsvorsitzender des BIH und Dekan der Charité. „Seine große Expertise auf dem Gebiet der Translation, dem Hauptanliegen des BIH, sowie in der Krebsforschung und im Forschungsmanagement werden uns dabei helfen, das BIH weiter zu einem international renommierten Leuchtturm der translationalen Medizin zu entwickeln.“

Prof. von Kalle wird das neu gegründete Klinische Studienzentrum von BIH und Charité leiten. Dieses soll sämtliche Studienaktivitäten der beiden Einrichtungen an den verschiedenen Standorten vereinen und allen klinischen Forschern zur Unterstützung bei der Planung, Durchführung und Auswertung ihrer klinischen Studien offenstehen. „Es gibt im Berliner Life-Science-Umfeld sehr viel Kompetenz für die Ausrichtung klinischer Studien in unterschiedlichen Stadien“, ist Prof. von Kalle überzeugt. „Und es ist mein Anliegen, hier eine zusammengefasste Struktur zu schaffen, die es ermöglicht, dass die verschiedenen Partner gewinnbringend kooperieren.“

Der Krebsforscher und Onkologe sieht in der translationalen Forschung die größte Chance für neue Therapien, die möglichst schnell aus dem Labor ans Krankenbett gelangen. „Ich halte ein Translationszentrum fokussiert auf die Onkologie für eine tolle Idee. Insofern würde ich die Kolleginnen und Kollegen des Comprehensive Cancer Center der Charité gern dabei unterstützen, hier in Berlin ebenfalls ein translationales Tumorzentrum auf die Beine zu stellen.“ Auch in seinem eigenen Forschungsgebiet, der Gentherapie, sieht der Wissenschaftler gute Voraussetzungen für die Translation. „Für eigene Forschungsarbeiten lässt mir meine neue Aufgabe vermutlich keine Zeit. Aber ich möchte gern Nachwuchsgruppen auf diesem Gebiet einrichten.“ Chancen sieht er insbesondere bei der gentherapeutischen Behandlung von seltenen Erbkrankheiten, etwa im blutbildenden System, aber auch bei den Tumorimmuntherapien mit CAR-T-Zellen. „Ich glaube, dass da in den nächsten Jahren noch für einige Tumorarten Therapien entwickelt werden.“
 
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