Commerzbank AG
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Commerzbank: Wachstumskurs fortgesetzt – 123.000 neue Kunden im ersten Quartal 2019
10.05.2019, 10:55
Die Commerzbank ist im ersten Quartal 2019 bei Kunden und Assets gewachsen und hat die bereinigten Erträge im Kundengeschäft leicht gesteigert. Insbesondere der Zinsüberschuss profitierte von den Wachstumsinitiativen und trug dazu bei, die Auswirkungen des anhaltenden Margendrucks und der neuen regulatorischen Vorgaben im Wertpapiergeschäft (MiFID II) aufzufangen. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat sein Kundenwachstum gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich gesteigert und liegt bei der Umsetzung der Strategie auf Kurs. Das Firmenkundensegment steigerte das Kreditvolumen weiter und verbesserte das Operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dazu trug insbesondere das Geschäft mit dem Mittelstand und mit Großkunden bei. Insgesamt verzeichnete das neu aufgestellte Segment ein Ertragsplus bei Kernprodukten wie Kredit, Zahlungsverkehr und Handelsfinanzierungen. Die unter dem Titel „Campus 2.0“ gestartete Neuausrichtung der Zentrale kam planmäßig voran und soll im Juli 2019 abgeschlossen sein.

„Wir adressieren mit unserer Strategie die richtigen Punkte“, sagte Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. „Durch unser Wachstum bei Kunden und Assets stärken wir unsere Ertragsbasis und wirken so den niedrigen Zinsen und dem Margenverfall entgegen. Wir werden den aktuellen Rückenwind unserer Kunden nutzen und unsere Strategie weiter umsetzen. Mit Campus 2.0 werden wir nochmal effizienter. Und natürlich werden wir weiter konzentriert daran arbeiten, unsere Ertragskraft zu steigern.“

Die Erträge im Konzern beliefen sich im ersten Quartal 2019 auf 2.156 Millionen Euro, nachdem sie im Vorjahresquartal von Sonder- und Bewertungseffekten profitiert und 2.217 Millionen Euro betragen hatten. Die um Einmaleffekte bereinigten Erträge lagen mit 2.190 Millionen Euro ebenfalls leicht unter Vorjahr (Q1 2018: 2.216 Millionen Euro). Allerdings wurden die bereinigten Erträge im Kundengeschäft in den Segmenten Privat- und Unternehmerkunden und Firmenkunden leicht gesteigert.

Die Verwaltungsaufwendungen inklusive Pflichtbeiträge wurden entsprechend der Gesamtjahresprognose auf 1.834 Millionen Euro gesenkt (Q1 2018: 1.882 Millionen Euro). Dabei stiegen die Pflichtbeiträge erneut an. Sie fielen mit 265 Millionen Euro knapp 10 Prozent höher aus als im Vorjahresquartal (Q1 2018: 244 Millionen Euro). Dieser Anstieg war vor allem auf die im ersten Quartal zu buchenden Bankenabgaben zurückzuführen. Diese Belastung wurde durch das anhaltende Kostenmanagement und die Fortschritte beim Stellenabbau überkompensiert. Zudem setzte die Bank die strategischen Investitionen in Digitalisierung und Wachstum wie angekündigt mit weniger externen Dienstleistern fort. Die operativen Verwaltungsaufwendungen wurden so auf 1.569 Millionen Euro reduziert (Q1 2018: 1.638 Millionen Euro).

Das Risikoergebnis lag im ersten Quartal mit minus 78 Millionen Euro (Q1 2018: minus 77 Millionen Euro) weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Es profitierte von insgesamt geringen Kreditausfällen, die sogar den Vorjahreseffekt aus Auflösungen von Risikovorsorge kompensierten. Die Quote für Problemkredite (NPL-Quote) lag mit 0,9 % auf sehr niedrigem Niveau (Q1 2018: 1,0 %). Sie reflektiert das weiterhin günstige Kreditumfeld sowie die bewährten Kreditvergabestandards und die hohe Portfolioqualität der Bank.

Das Operative Ergebnis lag, getragen vom um 12 % gesteigerten Zinsüberschuss, bei 244 Millionen Euro (Q1 2018: 258 Millionen Euro). Das Vorsteuerergebnis lag bei 225 Millionen Euro und damit unter Vorjahr (Q1 2018: 301 Millionen Euro). Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis belief sich auf 120 Millionen Euro (Q1 2018: 262 Millionen Euro). Dabei fielen die Steuerbelastungen mit rund 90 Millionen Euro vergleichsweise hoch aus. Im Vorjahr hatten sich Steuererstattungen positiv ausgewirkt. Zudem stieg die Steuerquote infolge der überwiegend steuerlich nicht abzugsfähigen Pflichtbeiträge an. Das Konzernergebnis wurde zudem durch das um rund 60 Millionen Euro schwächere Vorsteuerergebnis im aufgegebenen Geschäftsbereich Equity Markets and Commodities belastet. Der Gewinn je Aktie betrug im ersten Quartal 0,10 Euro (Q1 2018: 0,21 Euro).

Die Common-Equity-Tier-1-Quote (CET-1-Quote) lag per Ende März bei 12,7 % (Ende Dezember 2018: 12,9 %; März 2018: 13,3 %). Dies reflektiert die Effekte aus der Einführung des internationalen Bilanzierungsstandards IFRS 16 zum Jahreswechsel, die sich wie erwartet mit einem Minus von
16 Basispunkten auswirkten. In der Quote bereits enthalten ist eine Dividendenabgrenzung entsprechend der Ausschüttungsquote für 2018.

„Die Richtung stimmt, das Kundengeschäft entwickelt sich weiter positiv. Im wettbewerbsintensiven Firmenkundengeschäft haben wir im ersten Quartal gezeigt, was mit unserem Geschäftsmodell möglich ist. Jetzt gilt es, die Fortschritte zu verstetigen“, sagte Stephan Engels, Finanzvorstand der Commerzbank. „Auch bei den Kosten kommen wir voran und haben sie trotz der Investitionen in unsere Strategie und erneut steigender Pflichtbeiträge gesenkt. Unsere Kostenziele bleiben unverändert.“

Entwicklung der Segmente
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) gewann in Deutschland im ersten Quartal netto insgesamt 123.000 neue Kunden hinzu und damit nahezu doppelt so viele wie im Vorjahresquartal. Die Assets under Control in Deutschland stiegen auch dank der Erholung der Marktindizes von Ende Dezember bis Ende März um 21 Milliarden auf 402 Milliarden Euro (Q4 2018: 381 Milliarden Euro). Damit liegen sie aktuell über der Zielmarke für 2020. Seit Ende 2016 sind die Assets um 66 Milliarden Euro gewachsen. Ebenfalls stark entwickelte sich das Baufinanzierungsgeschäft. Das Bestandsvolumen wurde im Vergleich zu März 2018 um 9 % auf 76,5 Milliarden Euro (März 2018: 70,4 Milliarden Euro) gesteigert. Dabei lag das Neugeschäft allein im ersten Quartal mit 4,2 Milliarden Euro um fast 1 Milliarde Euro über dem Wert des ersten Quartals 2018. Das Ratenkreditbuch belief sich per März 2019 auf 3,7 Milliarden Euro (Dezember 2018: 3,6 Milliarden Euro).

Die um Sondereffekte bereinigten Erträge des ersten Quartals lagen bei 1.220 Millionen Euro (Q1 2018: 1.211 Millionen Euro). Die operativen Verwaltungsaufwendungen wurden um 17 auf 870 Millionen Euro reduziert, während die Belastungen aus Pflichtbeiträgen um 29 Millionen Euro stiegen. Das Risikoergebnis blieb nahezu stabil bei minus 52 Millionen Euro (Q1 2018: minus 49 Millionen Euro). In Summe erzielte das Segment im ersten Quartal ein Operatives Ergebnis von 153 Millionen Euro (Q1 2018: 203 Millionen Euro). Im Vorjahresquartal hatte das Ergebnis von einem Sondereffekt über 52 Millionen Euro aus dem Verkauf des polnischen Gruppenversicherungsgeschäfts profitiert.

Das Segment Firmenkunden hat seit Jahresbeginn rund 800 neue Firmenkunden gewonnen, seit Anfang 2016 kamen damit bereits 9.700 neue Kunden hinzu. Das Kreditvolumen wuchs bei unveränderter Anwendung bewährter Kreditvergabestandards im Vergleich zum vierten Quartal 2018 um 2 Milliarden Euro auf 84 Milliarden Euro.

Dank des Kreditwachstums stieg der Zinsüberschuss gegenüber dem ersten Quartal 2018 um 12 % an, was zu stabilen Erträgen von 861 Millionen Euro beitrug (Q1 2018: 864 Millionen Euro). Verglichen mit dem ersten Quartal 2018 haben dabei die Konzernbereiche Mittelstand und International Corporates ihren Beitrag erfreulich gesteigert. Nach der erfolgreichen Neuausrichtung des Segments entwickelten sich sowohl das Kernprodukt Kredit, als auch Zahlungsverkehr, Handelsfinanzierung und Kapitalmarktlösungen besser als im Vorjahr. Damit trugen alle Kernprodukte positiv zur Ertragsentwicklung bei. Der im Zuge der Neuausrichtung gestraffte Konzernbereich Financial Institutions konnte trotz rückläufiger Welthandelsaktivitäten im Jahresvergleich stabile Erträge verzeichnen. Hier zahlen sich auch die Investitionen der letzten Jahre in Compliance aus. Um Sondereffekte bereinigt erzielte das Segment Erträge von 869 Millionen Euro (Q1 2018: 865 Millionen Euro).

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments wurden exklusive Pflichtbeiträge um gut 3 % auf 619 Millionen Euro gesenkt (Q1 2018: 642 Millionen Euro). Dank der weiterhin hohen Qualität des Kreditbuches blieb das Risikoergebnis mit minus 28 Millionen Euro auch im ersten Quartal 2019 niedrig (Q1 2018: minus 25 Millionen Euro). In Summe verbesserte das Segment das Operative Ergebnis in einem weiterhin herausfordernden Umfeld auf 121 Millionen Euro (Q1 2018: 98 Millionen Euro).

Im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) spiegelten die auf 11 Millionen Euro gesunkenen Erträge
(Q1 2018: 45 Millionen Euro) den anhaltenden Portfolioabbau wider. Insgesamt reduzierte die Bank im ersten Quartal ihre Abbauportfolios um 300 Millionen Euro. Das Volumen des Schiffsfinanzierungsportfolios im Konzern sank auf rund 300 Millionen Euro und umfasste Ende März nur noch 38 finanzierte Schiffe. Das Operative Ergebnis des Segments lag bei minus 7 Millionen Euro (Q1 2018: 16 Millionen Euro).

Ausblick
Die Bank wird auch 2019 ihre Wachstumsstrategie fortsetzen und erwartet im Vergleich zum Vorjahr höhere bereinigte Erträge. Die harte Kernkapitalquote soll zum Jahresende 2019 bei mindestens 12,75 % liegen. Die Kostenbasis dürfte 2019 unter 6,8 Milliarden Euro bleiben, während die Belastungen aus dem Risikoergebnis bei mindestens 550 Mio. Euro erwartet werden. Für das Geschäftsjahr 2019 plant die Bank mit einer Ausschüttungsquote auf vergleichbarem Niveau wie 2018.
 
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Frankfurt am Main - Veröffentlicht von pressrelations


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