Daimler AG
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Daimler bestätigt Jahresziele für Absatz, Umsatz und Ergebnis

26.04.2019, 12:05


Konzernabsatz im ersten Quartal 2019 mit 773.800 Einheiten 4% unter Vorjahr
Umsatz auf stabilem Niveau bei 39,7 (i. V. 39,8) Mrd. €
Konzern-EBIT in Höhe von 2,8 (i. V. 3,3) Mrd. € deutlich unter dem Vorjahr
Konzernergebnis bei 2,1 (i. V. 2,4) Mrd. € leicht unter dem Vorjahr

Free Cash Flow im Industriegeschäft hauptsächlich durch Bestandsaufbau in den ersten drei Monaten bei minus 2,0 (i. V. plus 1,8) Mrd. €
Ausblick 2019: Weiterhin leichte Steigerung bei Absatz, Umsatz und Ergebnis erwartet
Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Mit diesem wie erwartet verhaltenen Jahresstart können und wollen wir uns nicht zufrieden geben. Nun gilt es, mit aller Kraft auf unsere Jahresziele hinzuarbeiten. Auf Basis unserer Absatzplanung und den bereits eingeleiteten Gegenmaßnahmen sind wir zuversichtlich, diese Ziele auch zu erreichen. In den ersten Monaten haben wir weitere Bausteine unserer Strategie konsequent umgesetzt und mehrere wichtige Projekte auf den Weg gebracht: Unsere Kooperation bei smart mit Geely sowie die Entwicklung einer gemeinsamen Plattform für autonomes Fahren und die Bündelung der Mobilitätsdienste mit der BMW Group.“

Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG für Finance & Controlling und Daimler Financial Services verantwortlich: „Wir sind vergleichsweise schwach ins Jahr gestartet und haben in allen automobilen Geschäftsfeldern mit zahlreichen Herausforderungen über die gesamte Wertschöpfungskette zu kämpfen. Dies hat sich negativ auf Absatz und Ertrag ausgewirkt. Vor allem hohe Lagerbestände und Engpässe in der Lieferkette haben den Cash Flow zusätzlich erheblich belastet. Dennoch werden wir weiterhin mit Augenmaß und fokussiert in unsere Zukunft investieren.“

Die Daimler AG (Börsenkürzel DAI) ist in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld mit einem stabilen Umsatz und einem moderaten Gewinn im ersten Quartal gestartet. Der Konzernabsatz verringerte sich um 4% auf 773.800 Pkw und Nutzfahrzeuge. Der Umsatz betrug 39,7 (i. V. 39,8) Mrd. €. Auch bereinigt um positive Wechselkursveränderungen lag der Umsatz auf Vorjahresniveau.

Der Daimler-Konzern erzielte im ersten Quartal ein EBIT von 2.802 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 3.335 Mio. €. Das Konzernergebnis schwächte sich nur leicht ab auf 2.149 (i. V. 2.354) Mio. €. Das auf die Aktionäre der Daimler AG entfallende Konzernergebnis betrug 2.095 (i. V. 2.273) Mio. €; dies führte zu einem Rückgang des Ergebnisses je Aktie auf 1,96 (i. V. 2,12) €.

In allen automobilen Geschäftsfeldern ging das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück, während Daimler Financial Services von einem positiven Bewertungseffekt profitierte. Das Ergebnis von Mercedes-Benz Cars lag insbesondere aufgrund eines rückläufigen Absatzvolumens und einer veränderten Absatzstruktur unter dem Vorjahresquartal. Bei Daimler Trucks sorgten unter anderem Mehrkosten, die sich im Wesentlichen aus gestiegenen Rohmaterialpreisen und Engpässen in der Zulieferkette ergaben, für eine Ergebnisbelastung. Die Ergebnisse von Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses waren negativ. Bei den Vans sorgten Aufwendungen im Zusammenhang mit der Anpassung von Produktionskapazitäten sowie Vorleistungen für neue Technologien und Produkte für ein Minus. Bei Daimler Buses belasteten Lieferverzögerungen aufgrund eines geänderten internen Zulassungsprozesses bei Reise- und Überlandbussen. Dagegen legte das EBIT von Daimler Financial Services im ersten Quartal deutlich zu. Ausschlaggebend hierfür war die Zusammenlegung der Mobilitätsdienste von Daimler und der BMW Group, die sich mit 718 Mio. € positiv auf das Ergebnis auswirkte.

„Mit diesem wie erwartet verhaltenen Jahresstart können und wollen wir uns nicht zufriedengeben. Nun gilt es, mit aller Kraft auf unsere Jahresziele hinzuarbeiten. Auf Basis unserer Absatzplanung und den bereits eingeleiteten Gegenmaßnahmen sind wir zuversichtlich, diese Ziele auch zu erreichen. In den ersten Monaten haben wir weitere Bausteine unserer Strategie konsequent umgesetzt und mehrere wichtige Projekte auf den Weg gebracht: Unsere Kooperation bei smart mit Geely sowie die Entwicklung einer gemeinsamen Plattform für autonomes Fahren und die Bündelung der Mobilitätsdienste mit der BMW Group“, sagte Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars.

Free Cash Flow und Liquidität

Der Free Cash Flow des Industriegeschäfts führte im ersten Quartal zu einem Zahlungsmittelabfluss von 2,0 (i. V. Zahlungsmittelzufluss von 1,8) Mrd. €. Der starke Rückgang resultierte insbesondere aus dem Bestandsaufbau vor allem bei Mercedes-Benz Cars infolge von Modellwechseln sowie eines Absatzrückgangs aufgrund der allgemeinen Marktentwicklung und Einschränkungen bei der Fahrzeugverfügbarkeit in einigen internationalen Märkten. Zudem wirkte insbesondere bei Daimler Trucks die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen negativ auf das Working Capital. Des Weiteren sind die Investitionen in Sachanlagen im Konzern gestiegen.

Die Netto-Liquidität des Industriegeschäfts verringerte sich zum 1. Januar 2019 um 3,2 Mrd. € auf 13,1 Mrd. €. Grund dafür war die Einführung der Leasingnehmerbilanzierung nach IFRS 16 und dem damit verbundenen Ansatz von Leasingverbindlichkeiten für ausstehende Mietzahlungen. Darüber hinaus reduzierte sich in den ersten drei Monaten die Netto-Liquidität des Industriegeschäfts um weitere 1,7 Mrd. € auf 11,3 Mrd. €. Ursächlich für diesen Rückgang war insbesondere der negative Free Cash Flow des Industriegeschäfts.



Stuttgart - Veröffentlicht von pressrelations