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Diskussion über globale Veränderungen bei vektorübertragenen Krankheiten auf dem CVBD™ World Forum

29.03.2019, 11:21
Beim 14. CVBD™ (Companion Vector-Borne Diseases) World Forum kamen Parasitologen, Tierärzte und Epidemiologen aus aller Welt zusammen, um darüber zu sprechen, wie sich in einer sich verändernden Welt auch die Verbreitung von Parasiten und Überträgern verändert. / Aktuelle Daten zeigen, dass sich vektorübertragene Krankheiten von endemischen Gebieten auf nicht-endemische Regionen ausbreiten. Diese Daten müssen Tierätzten zur Verfügung gestellt werden.

In Tierarztpraxen auf der ganzen Welt zeigen Haustiere Anzeichen von Krankheiten, die in ihrer Region nicht endemisch sind, und stellen Tierärzte vor die Herausforderung, Krankheiten zu behandeln, mit denen sie noch nie zu tun hatten.

Parasitologen, Tierärzte und Epidemiologen aus aller Welt sind zum 14. CVBD World Forum im italienischen Triest zusammengekommen, um über die ständigem Wandel unterliegende Bedrohung durch CVBD zu sprechen und darüber, wie Tierärzte rund um den Globus darauf reagieren können.

In bestimmten Gebieten verbreiten sich die mit Krankheiten infizierten Vektoren schneller als zuvor. Dabei beeinflussen mehrere Faktoren die Epidemilogie von vektorübertragenen Krankheiten bei Haustieren in aller Welt. Dazu gehören der Klimawandel und das Wetter, Gewohnheiten von Wildtieren und die steigende Anzahl importierter und reisender Haustiere.

Nick Ogden, Senior Research Scientist bei der öffentlichen Gesundheitsbehörde Kanadas, sagte dazu: „Wir beobachten, dass vektorübertragene Krankheiten sensibel auf Wetterbedingungen und klimatische Veränderungen reagieren. Deswegen erwarten wir, dass der Klimawandel sich darauf auswirken wird, wo und wann Bedrohungen durch vektorübertragene Erkrankungen auftreten und welches Maß an Risiko sie für die Gesundheit von Mensch und Tier darstellen.“

Im Rahmen des allgemeinen Themas des Forums „Veränderungen der Verbreitung von Parasiten und Überträgern in einer sich wandelnden Welt“ waren die Verbreitung von CVBD in nicht-endemischen Regionen, Schwierigkeiten bei Diagnose und Behandlung sowie das besorgniserregende zoonotische Risiko, das von bestimmten Vektoren und Krankheitserregern ausgeht, zentrale Aspekte der Diskussion.

Barbara Kohn, Professor an der Klinik für Haustiere an der Freien Universität Berlin, sprach auf dem Forum und hob hervor, dass importierte Haustiere einen Grund zur Sorge darstellen: „Wir beobachten immer mehr Krankheitsfälle in Gebieten, in denen die jeweiligen Krankheiten vorher gar nicht aufgetreten sind. Hunde, die aus endemischen Gebieten ins Land gebracht werden, stellen für die Verbreitung von Krankheiten ein besonderes Problem dar.“

Die Expertengruppe lotete auch Veterinärstrategien aus, mit denen der Verbreitung von Krankheiten vorgebeugt werden kann. Dazu gehören Biosicherheit, Aufklärung der Haustierhalter und die wichtige Vorbeugung mit Abwehrmitteln gegen die Überträger.

Tierärzte müssen sich dessen bewusst und darauf vorbereitet sein, dass neue Krankheiten in ihrer Region auftreten, und wissen, was für eine wichtige Rolle sie bei der Eindämmung dieser Krankheiten und für den Schutz der Gesundheit ihrer Patienten spielen.

Ian Wright, ESCCAP, sprach über die Aufgabe der Tierärzte, dafür zu sorgen, dass sich vektorübertragene Krankheiten nicht weiterverbreiten: „Tierärzte spielen eine aktive Rolle, wenn es darum geht, der Ausbreitung vektorübertragener Krankheiten in ihren Regionen Einhalt zu gebieten. Dazu müssen sie importierte Tiere frühzeitig auf VBDs testen und gegenüber klinischen Anzeichen bei reisenden Tieren ein wachsames Auge haben. Sie müssen außerdem dafür sorgen, dass Haustierhalter die nötigen Informationen zum Schutz vor Parasiten und Überträgern erhalten, und zwar auf Grundlage der jüngsten Verbreitungsdaten, und Haustierbesitzer dazu anhalten, ihre Tiere vor Zecken zu schützen.“

„Ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wichtig Wachsamkeit, Tests und vorbeugende Maßnahmen sind, ist essenziell, um diese Erkrankungen einzudämmen. Genauso wichtig ist es, dass Tierärzte über neue Parasiten/Vektoren in ihren Ländern informiert und auf die Ankunft exotischer Parasiten vorbereitet sind. Ich würde sogar sagen, das ist für unsere Generation von Tierärzten die entscheidende Herausforderung.“

Angesichts der Tatsache, dass sich vektorübertragene Krankheiten aufgrund von Klimawandel und wachsender Mobilität von Haustieren in aller Welt immer weiter verbreiten und häufiger auftreten, ist es wichtiger als jemals zuvor, Wissen auszutauschen und das Bewusstsein unter den Tierärzten für bestimmte regionale Risiken zu schärfen.

Bayer Animal Health fördert die Entwicklung von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu CVBD durch die Zusammenarbeit von globalen Organisationen, Experten und Tierärzten.

Tierärzte können sich auf www.CVBD.org über die jüngsten Erkenntnisse zu den wichtigsten Vektoren und Krankheiten informieren.

Lesen Sie auch die Posts in unserem Blog: https://animalhealth.bayer.com/blog/three-ways-veterinarians-can-slow-spread-vector-borne-diseases

Über das CVBD™ (Companion Vector-Borne Diseases) World Forum
Bayer Animal Health setzt sich kontinuierlich dafür ein, das Bewusstsein für vektorübertragenden Krankheiten zu schärfen, um Hunde und Katzen in aller Welt vor ernsthaften Erkrankungen zu schützen. Jedes Jahr bringt Bayer Animal Health zu diesem Zweck eine internationale Gruppe anerkannter Experten auf diesem Gebiet zusammen, um einen internationalen Austausch von aktuellen Forschungsergebnissen zu CVBD zu ermöglichen.

Über Companion Vector-Borne Diseases (CVBD™)
Vektorübertragene Krankheiten von Haustieren (Companion Vector-Borne Diseases - CVBD) sind eine weltweit wachsende Bedrohung der öffentlichen Gesundheit. Diese Krankheiten werden durch blutsaugende Ektoparasiten wie Zecken (insbesondere Lyme-Borreliose, Babesiose, Ehrlichiose, Anaplasmose und Hämoplasmose), Flöhe (Bartonellose und Rickettsiose) und Sandmücken (Leishmaniose) übertragen. Sie stellen für Mensch und Tier in aller Welt eine gesundheitliche Bedrohung dar.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und steht mit seiner Marke weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der Konzern mit rund 117.000 Beschäftigten einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 5,2 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

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Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.



Leverkusen - Veröffentlicht von pressrelations


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