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Geschäftsbericht DB Privat- und Firmenkundenbank AG: 2018 deutlich verbessertes Ergebnis vor Steuern und Fortschritte bei der Integration der Postbank

29.03.2019, 10:58
- Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr um knapp 50 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gesteigert
- Nachsteuerrendite von 10,9 Prozent auf das materielle Eigenkapital
- Deutliche Fortschritte bei der Integration, Wachstum in wichtigen Produktfelder

„Unser Ergebnis zeigt, dass profitables Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland auch in schwierigen Marktphasen möglich ist. Unseren erfolgreichen Weg wollen wir 2019 fortsetzen. Dafür investieren wir in Wachstum, senken die Kosten und setzen die Integration konsequent um“, sagte Frank Strauß, Vorstandsvorsitzender der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, anlässlich der Vorstellung des Geschäftsberichts.

Die DB Privat- und Firmenkundenbank AG (DB PFK AG) hat im Geschäftsjahr 2018 ein Ergebnis vor Steuern von 1,1 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einer Verbesserung um 349 Millionen Euro oder 49,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Ergebnisse im Berichtsjahr und im Vorjahreszeitraum wurden dabei jeweils durch eine Reihe von Sondereffekten beeinflusst, etwa die Optimierung des Immobilienportfolios im Jahr 2018. Die DB PFK AG ist im Mai des vergangenen Jahres durch die Fusion der beiden Rechtseinheiten Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG und Deutsche Postbank AG entstanden.

Unter dem Strich weist die DB PFK AG im spezifischen Kontext der Gesellschaft eine Nachsteuerrendite von 10,9 Prozent auf das materielle Eigenkapital aus, eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu 6,9 Prozent im Vorjahr. Der Ertragssteueraufwand belief sich im Berichtsjahr auf 47 Millionen Euro im Vergleich zu einem Ertragssteuerertrag von 2 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2017.

Die Erträge betrugen im Gesamtjahr 6,3 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Erträge waren teilweise durch Sondereffekte beeinflusst. Belastungen aus einem herausfordernden Marktumfeld mit Niedrigzinsen konnten durch ein erneut sehr erfreuliches Ertragswachstum in Höhe von 140 Millionen Euro in allen Kreditprodukten weitgehend kompensiert werden. Das an Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden ausgereichte Kreditvolumen wuchs netto um 6,9 Milliarden Euro auf 182,3 Milliarden Euro. Auch beim Einlagevolumen konnte ein Zuwachs von 10,9 Milliarden Euro verzeichnet werden.

Die DB PFK AG konnte im Berichtsjahr ihre zinsunabhängigen Aufwendungen um 272 Millionen Euro oder 5,1 Prozent reduzieren - indem Kosten diszipliniert gesenkt, Kapazitäten angepasst und die Integration konsequent umgesetzt wurden. Die Zahl der Mitarbeiter, auf Vollzeitkräfte umgerechnet, belief sich zum Jahresende 2018 auf 28.178, was einem Rückgang um 3 Prozent entspricht. Darüber hinaus haben sowohl die Deutsche Bank wie auch die Postbank im Berichtsjahr ihr Filialnetz um insgesamt 10 Prozent auf zusammen 1.410 Filialen reduziert. Gleichzeitig wurde in moderne und effiziente Filialkonzepte investiert sowie in den Ausbau des Bargeldversorgungsnetzes.

Die Risikovorsorge lag im Jahr 2018 mit 213 Millionen Euro um 83 Millionen Euro oder 63,9 Prozent deutlich über dem Wert des Vorjahres in Höhe von 130 Millionen Euro. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch einen positiven Sondereffekt im Jahr 2017, bei dem eine gewerbliche Immobilienfinanzierung erfolgreich verwertet werden konnte, sowie durch das Wachstum im Kreditportfolio und durch Effekte aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9.

„Eine Bank, zwei Marken“: So lautet die Strategie, mit der die Postbank mit dem Privat- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank in Deutschland zusammengeführt wurde. Im Mai 2018 wurden die Rechtseinheiten zusammengelegt. Die Verschmelzung erfolgte reibungslos und hatte keine Auswirkungen auf das Kundengeschäft. Darüber hinaus wurde der Vorstand der neuen Rechtseinheit ernannt und die Führungsstruktur etabliert. Die neue Rechtseinheit arbeitet in einer Zentrale mit zwei Standorten: Frankfurt und Bonn.

Für jedes der Hauptprodukte hat die Bank die Verantwortung für den gesamten Produktionsprozess - vom Kundenkontakt zur Verbuchung, sowohl für das Neu- als auch für das Bestandsgeschäft - ganzheitlich in einer Funktion gebündelt. Damit hat die DB PFK AG die Voraussetzungen geschaffen, die angestrebten Ertrags- und Kostensynergien zu heben. Erste Synergien hat die Bank wie geplant bereits 2018 erzielt. Sie hat nicht nur weniger Filialen und Mitarbeiter, sondern nutzt Produkte und Dienstleistungen für Firmenkunden nun markenübergreifend, etwa gewerbliche Immobilienfinanzierung, Factoring oder Corporate-Finance-Lösungen, also das Beratungs- und Emissionsgeschäft mit Unternehmen.

Auf Wachstum stehen die Zeichen für die Bank auch in der Digitalisierung. Die DB PFK AG ist bereits Deutschlands Digitalbank Nummer eins: Deutsche Bank und Postbank zusammen haben mehr als zehn Millionen Online-Kunden. Allein im Online-Ratenkreditgeschäft wurden 2018 den Kunden der Postbank und der Deutschen Bank insgesamt mehr als 1,7 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Zudem öffnet die DB PFK AG ihre Plattform weiterhin für die Produkte anderer Anbieter. Beispiele dafür sind der Einlagenmarktplatz Zinsmarkt, sowie Blue Port, das Internetportal für die Geschäfts- und Firmenkunden. Auch der sehr erfolgreiche Marktstart von Apple Pay zeigt, dass die Bank hier auf dem richtigen Weg ist.

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die DB PFK AG ein im Vergleich zum Berichtszeitraum moderat höheres Ergebnis vor Steuern. Die niedrigen Zinsen belasten weiterhin. Daher fokussiert sich die Bank auf nachhaltige Erträge und will in zinsunabhängigen Produktfeldern stark wachsen. Mit neuen Produkten will die Bank zusätzliche Ertragspotenziale erschließen. Zudem sollen die Kosten weiter sinken, während die Bank weiterhin sowohl in die Integration wie in die Digitalisierung investieren wird.


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Frankfurt am Main - Veröffentlicht von pressrelations


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