Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
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Kühlschränke und Gefriergeräte sollen künftig leichter re-parierbar sein Bundesregierung setzt sich erfolgreich für mehr Ressourcen-schutz ein
13.12.2018, 13:24
Die EU Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission haben sich am Montag auf neue Ökodesign-Regelungen für Kühl- und Gefriergeräte geeinigt.

Neben strenge-ren Energieeffizienzanforderungen wird erstmals die Verfügbarkeit von Ersatztei-len geregelt. So müssen Hersteller bestimmte Ersatzteile vorhalten und der Aus-tausch muss mit gewöhnlichen Werkzeugen ohne Schäden am Gerät möglich sein. Informationen zur Reparatur sollen frei zur Verfügung gestellt werden. Die neuen Regelungen sollen ab dem 1.
März 2021 angewendet werden.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Die neuen europaweiten Regeln sind nicht nur eine gute Nachricht für die Umwelt, sondern auch für Verbraucherinnen und Verbraucher. Es wird künftig leichter, Kühlgeräte zu reparieren. Das schont den Geldbeutel, denn wenn Geräte einfa-cher repariert werden können, müssen sie seltener nachgekauft werden. Für die Umwelt brin-gen die neuen Regeln einen dreifachen Nutzen: Sie führen zu weniger Abfall, weniger Energie-verbrauch und weniger Materialeinsatz.
Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir diesen neuen Ansatz künftig über Kühlgeräte hinaus auch bei anderen Produkten anwenden und noch ambi-tionierter gestalten.“

Die Bundesregierung hatte sich im sogenannten Ökodesign-Regelungsausschuss bei der Über-arbeitung der bestehenden Kühl- und Gefriergeräte-Verordnung (EC No. 643/2009) für bessere Energie- und Ressourceneffizienzanforderungen eingesetzt. Erstmals geregelt wird die Verfügbarkeit von Ersatzteilen. So müssen bestimmte Ersatzteile vom Hersteller vorgehalten werden. Darüber hinaus sollen Hersteller das Produkt künftig so gestalten, dass ein Austausch mit herkömmlichen Werkzeugen ohne Schäden am Gerät mög-lich ist. Dadurch werden Recycling und Ressourceneffizienz gestärkt. Auch sollen Informationen zur Reparatur frei zur Verfügung gestellt werden. Die Bundesregierung konnte in den Verhand-lungen mit einem Konzept überzeugen, das bei Ersatzteilen zwischen der Verfügbarkeit für Verbraucher und Verbraucherinnen und für professionelle Reparaturbetriebe unterscheidet. Dies soll sicherstellen, dass bei der Reparatur keine Gefahren für Verbraucherinnen und Ver-braucher entstehen können.

Die neuen Regelungen sollen ab dem 1. März 2021 angewendet werden. Vorher müssen der Europäische Rat und das Europäische Parlament zustimmen.

Die europäische Ökodesign-Richtlinie regelt Anforderungen an die Energieeffizienz und nunmehr auch an die Ressourceneffizienz von energieverbrauchsrelevanten Produkten. Mit dem soge-nannten „Winterpaket“ soll im Winter 2018/2019 die Revision mehrerer Produktgruppen erfol-gen: Kühl- und Gefriergeräte, Beleuchtung, Fernsehgeräte, Displays, Waschmaschinen, Ge-schirrspüler, Transformatoren, Motoren, gewerbliche Kühlgeräte, Netzteile und Schweißgeräte.


Berlin - Veröffentlicht von pressrelations


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