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Manche Heterosexuelle lieben auch gleichgeschlechtlich

26.06.2024, 10:32
 
Studie zeigt höheren Anteil von Heteroflexibilität unter Frauen als Männern

Eine aktuelle Umfrage der psychologischen Partnervermittlung Gleichklang.de ( https://www.gleichklang.de/) enthüllt, dass mehr als jede dritte Frau und jeder sechste Mann unter Heterosexuellen heteroflexibel ist. Diese Gruppe unterscheidet sich erheblich in ihren Beziehungserfahrungen und -wünschen von nicht-heteroflexiblen Personen.

Gleichklang-Umfrage
Eine von Dr. Guido F. Gebauer ( https://www.gfgebauer.de/) für die psychologische Partnervermittlung Gleichklang.de durchgeführte Umfrage liefert neue Erkenntnisse zur Vielfalt sexueller Orientierungen und Beziehungswünsche. Sie wurde unter 1043 heterosexuellen Teilnehmern durchgeführt, wobei 500 Frauen und 543 Männer an der Untersuchung teilnahmen. Eingeschlossen wurden nur Befragte, die sich zuvor als heterosexuell eingestuft hatten. Das Durchschnittsalter der Befragten lag bei 53 Jahren liegt, wobei die Altersspanne von 24 bis 82 Jahren reichte.

Frauen sind häufiger heteroflexibel
Von den befragten Frauen gaben 34,0 % an, heteroflexibel zu sein, während dieser Anteil bei Männern 17,5 % betrug. Dieser signifikante Geschlechterunterschied zeigt, dass heterosexuelle Frauen öfter für gleichgeschlechtliche sexuelle Anziehung offen sind als heterosexuelle Männer.

Heteroflexible haben öfter nicht-monogame Beziehungen
Die Studie ergab, dass heteroflexible Frauen und Männer häufiger Erfahrungen mit konsensuellen Nicht-Monogamieformen - wie offenen oder polyamoren Beziehungen - hatten als nicht-heteroflexible Personen. Bei den Frauen berichteten 6,9 % der nicht-heteroflexiblen Teilnehmerinnen von offenen oder polyamoren Beziehungserfahrungen, während es bei den heteroflexiblen Frauen 11,7 % waren. Bei den Männern war dieser Anteil mit 32,9 % bei heteroflexiblen Männern signifikant höher als bei nicht-heteroflexiblen Männern mit 15 %.

Heteroflexible wünschen sich mehr Nicht-Monogamie
Diese Unterschiede in den Beziehungserfahrungen spiegelten sich ebenfalls in den Beziehungswünschen wider. Bei den Frauen wünschten sich 7 % der nicht-heteroflexiblen Teilnehmerinnen eine offene oder polyamore Beziehung, während es bei den heteroflexiblen Frauen 11,8 % waren. Bei den Männern waren es 16,1 % der nicht-heteroflexiblen Teilnehmer und 35,8 % der heteroflexiblen Teilnehmer, die eine solche Beziehung wünschten.

Heteroflexible sind öfter polypartnersexuell orientiert
Die Untersuchung ergab zudem, dass heteroflexible Personen sich häufiger als polypartnersexuell beschrieben, was bedeutet, dass sie dauerhaft nicht mit Sex mit nur einer Person zufrieden werden. Bei den nicht-heteroflexiblen Frauen bezeichneten sich 3,3 % als polypartnersexuell, während es bei den heteroflexiblen Frauen 12,4 % waren. Bei den Männern war dieser Anteil mit 40,0 % der heteroflexiblen Männer ebenfalls signifikant höher als bei den nicht-heteroflexiblen Männern mit 19,4 %.

Kein Einfluss auf Zufriedenheit
Die Studie zeigte zudem, dass Heteroflexibilität keinen Einfluss auf die sexuelle Zufriedenheit der Befragten ausübte. Heteroflexibilität, das heißt die Neigung, gelegentlich gleichgeschlechtliche Erfahrungen zu machen, führte bei den Befragten weder zu einer Verbesserung noch zu einer Verschlechterung der sexuellen Konsistenz oder Zufriedenheit.

Für heteroflexible und nicht-heteroflexible Frauen und Männer spielte demgegenüber die Konsistenz zwischen ihren sexuellen Wünsche und ihrer sexuellen Praxis eine wichtige Rolle für ihre sexuelle Zufriedenheit. Es zeigte sich, dass eine Übereinstimmung zwischen sexuellen Wünschen und Erfahrungen zu höherer sexueller Zufriedenheit führte. Dies betraf beide Geschlechter gleichermaßen. Demnach haben heterosexuelle Menschen unabhängig von ihrer Heteroflexibilität die gleichen Chancen, sexuelle Zufriedenheit zu erreichen.

Alter und Heteroflexibilität
Ein signifikanter Einfluss des Alters auf die Häufigkeit von Heteroflexibilität wurde ebenfalls festgestellt. Jüngere Menschen, sowohl Frauen als auch Männer, berichteten häufiger über heteroflexible Tendenzen als ältere Individuen. Dies könnte darauf hindeuten, dass jüngere Generationen offener gegenüber verschiedenen sexuellen Orientierungen sind oder diese häufiger erkunden.

Einfluss des Bildungsgrades und der politischen Einstellungen
Im Gegensatz dazu zeigte der Bildungsgrad keinen Einfluss auf die Häufigkeit von Heteroflexibilität. Interessanterweise bestand jedoch ein Zusammenhang zwischen politischer Einstellung und Heteroflexibilität bei Frauen. Frauen, die sich als politisch linksorientiert beschrieben, gaben häufiger an, heteroflexibel zu sein als Frauen, die sich politisch in der Mitte oder rechts positionierten. Bei Männern wurde ein solcher Zusammenhang nicht festgestellt.

Psychologisches Fazit und zukünftige Forschung
Laut Dr. Guido F. Gebauer verdeutlicht die Studie, dass die traditionelle Vorstellung von Heterosexualität oft die Vielfalt sexueller Orientierungen unterschätzt.

Die Ergebnisse laden laut Gebauer zu weiterer Forschung über die Dynamiken innerhalb von Beziehungen und die Bedeutung unterschiedlicher sexueller Identitäten ein. Deutlich werde bereits jetzt, dass es nicht genüge, nur Heterosexualität zu erfragen, da es innerhalb von Personen, die sich als heterosexuell bezeichnen, einen erheblichen Anteil heteroflexibler Personen gebe.

Folgeuntersuchungen seien geplant, um herauszufinden, inwiefern Heteroflexibilität beim Online-Dating in Abhängigkeit von der Partnerwahl die Beziehungszufriedenheit und Beziehungsstabilität beeinflusse. Dabei deuten die Befunde darauf hin, dass ein glückliches Sexualleben insbesondere davon abhänge, sich der eigenen sexuellen Präferenzen bewusst zu sein und Partner zu suchen, deren miteinander Wünsche harmonieren.

Weitere Informationen zu Hintergründen, Repräsentativität der Stichprobe und Auswertungen werden in diesem Artikel im Gleichklang-Blog ( https://www.psychologie-partnersuche.de/gleichklang-informiert/vielfalt-in-der-heterosexualitaet-heteroflexibilitaet-als-neues-paradigma/) zur Verfügung gestellt.

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