Daimler AG
Daimler AG
Daimler AG

Mit Bildung gegen Kinderarbeit – Daimler unterstützt soziales Projekt in der Demokratischen Republik Kongo mit über einer Million Euro

12.03.2019, 10:57


-Ziel: Bessere Lebensbedingungen in der Bergbauregion Kolwezi (Demokratische Republik Kongo)
-Projekt ermöglicht Kindern den Schulbesuch und umfasst darüber hinaus auch den Aufbau nachhaltiger Landwirtschaft und die Stärkung der örtlichen Gemeinschaft
-Renata Jungo Brüngger, Vorstandsmitglied der Daimler AG, Integrität und Recht: „Wir fördern die sozialen Strukturen in der Region und nehmen so unsere gesellschaftliche Verantwortung bei der Rohstoffgewinnung wahr.“
-Wilko Stark, Bereichsvorstand Mercedes-Benz Cars, Einkauf und Lieferantenqualität: „Nachhaltige Lieferketten sind die Richtschnur unseres unternehmerischen Erfolgs. Dazu sind wir in engem Austausch mit unseren Lieferanten und führen risikobasiert Audits vor Ort bei Bedarf bis zur Mine durch.“
-Langfristige Zusammenarbeit mit NGO Bon Pasteur bis 2022 vereinbart

Stuttgart. Die Daimler AG setzt bei der Mobilität der Zukunft auf nachhaltige Lösungen. Das gilt auch für die Elektromobilität und die Lieferketten bei Batteriezellen. Ein wichtiger Baustein dafür sind saubere Kobaltlieferketten - von der Kobaltmine bis zum Zelllieferanten. Über 60 Prozent der weltweiten Kobaltförderung stammt aus der Demokratischen Republik Kongo. Gerade dort gibt es von den Minen bis zu den Schmelzen ein erhöhtes menschenrechtliches Risiko, beispielsweise von Kinderarbeit. Um diesem Risiko wirkungsvoll und langfristig entgegenzutreten, haben sich neben der Kontrolle von Minen und Schmelzen auch soziale Aktivitäten vor Ort als sinnvoll erwiesen, um die Lebensbedingungen für die Menschen im Umfeld der Minen dauerhaft zu verändern. Deshalb hat die Daimler AG ein Projekt mit der Organisation Bon Pasteur gestartet. Ziel ist es, nicht nur punktuell zu helfen, sondern bis 2022 für mehr als 19.000 Menschen ihre Lebenssituation in der Bergbauregion Kolwezi (Demokratische Republik Kongo) zu verbessern. Dafür stellt die Daimler AG in den nächsten vier Jahren mehr als eine Million Euro zur Verfügung.

Die Projekt-Unterstützung ist unabhängig von Daimlers Initiativen in Kobaltlieferketten und soll in der gesamten Region zu nachhaltigen Verbesserungen führen. Damit nimmt das Unternehmen auch Impulse aus seinen Stakeholder-Dialogen auf, beispielsweise von NGOs und Entwicklungshelfern. Für seine Kobaltlieferketten hat Daimler eigene Maßnahmen zur Achtung der Menschenrechte entwickelt. Mit seinem Human Rights Respect System, risikobasierten Audits und anschließenden Verbesserungsmaßnahmen verfolgt das Unternehmen einen systematischen Ansatz, um Menschenrechtsverletzungen wie Kinderarbeit so weit wie möglich zu vermeiden.

Renata Jungo Brüngger, Vorstandsmitglied der Daimler AG, Integrität und Recht: „Wir fördern die sozialen Strukturen vor Ort und nehmen so unsere gesellschaftliche Verantwortung bei der Rohstoffgewinnung wahr. Unser Engagement ist darauf angelegt, die Grundlagen für langfristige Veränderungen zu schaffen. Dazu gehört der Schulbesuch für die Kinder genauso wie die Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen für Familien. Bon Pasteur ist dabei ein starker Partner, der in der Region gut vernetzt ist und über große Erfahrung verfügt. Das Projekt ist eine sinnvolle Ergänzung zu unseren eigenen Maßnahmen, insbesondere dem Human Rights Respect System, mit dem wir Menschenrechtsverletzungen auch in unseren Lieferketten vermeiden wollen.“

Wilko Stark, Bereichsvorstand Mercedes-Benz Cars, Einkauf und Lieferantenqualität: „Nachhaltige Lieferketten sind die Richtschnur unseres unternehmerischen Erfolgs. Dazu sind wir in engem Austausch mit unseren Lieferanten und führen risikobasiert Audits vor Ort bei Bedarf bis zur Mine durch. Darüber hinaus wollen wir mit der Schaffung alternativer Lebensgrundlagen die Situation in den umliegenden Gemeinden verbessern und unterstützen deshalb Bon Pasteur.“

Bon Pasteur ist eine gemeinnützige Organisation und wurde von den Schwestern vom Guten Hirten gegründet, einem Orden mit Vertretungen in 73 Ländern. Ziel der Organisation ist die Unterstützung von Programmen für Kinder, Mädchen und Frauen. Der Fokus liegt dabei auf der Bekämpfung von Armut und der Beendigung aller Formen von Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen.

Cristina Duranti, Direktorin von Bon Pasteur International: „ Unser Engagement in Kolwezi kann ohne Partner wie Daimler nicht umfassend gelingen. Das gemeinsame Projekt wird anhaltende und nachhaltige soziale Veränderungen für die Menschen in Kolwezi bewirken, indem es tragfähige Alternativen zur Minenarbeit und sichere Lebensgrundlagen schafft. Es wird außerdem auch die grundlegenden Menschenrechte der Bewohner in den Kobaltminen-Gemeinden schützen und fördern.“

Das gemeinsame Projekt von Bon Pasteur und der Daimler AG umfasst fünf Säulen. Eine davon ist die Schaffung von alternativen Lebensgrundlagen besonders für Frauen, etwa durch den Aufbau von nachhaltiger Landwirtschaft oder die Arbeit als Näherin oder Schneiderin. Darüber hinaus schafft Bon Pasteur in den Gemeinden sichere Räume für Mädchen und Frauen, in denen diese vor Gewalt und Ausbeutung geschützt sind und Zugang zu Bildungsmaßnahmen oder Gesundheitsfürsorge erhalten. Mit einem weiteren Projektschwerpunkt werden Kinder ermutigt, ihre Arbeit in den Minen aufzugeben und in die Schule zu gehen. Dabei werden sie mit altersgerechten Programmen von Sozialarbeitern, Lehrern, Psychologen und Krankenschwestern betreut. Die vierte Säule des Projekts ist die Stärkung lokaler Gemeinschaften für einen besseren Zusammenhalt der Bewohner vor Ort. Die fünfte Säule unterstützt die personelle und materielle Ausstattung von Bon Pasteur vor Ort in Kolwezi, um das Projekt effektiv umzusetzen und die Veränderungen nachhaltig zu begleiten.

Bon Pasteur hat 2012 einen Ansatz entwickelt, um die Lebensbedingungen von Frauen und Kindern in den Minengebieten in Kolwezi zu verbessern. In einer ersten Stufe des Entwicklungsprogramms konnte die Nichtregierungsorganisation von 2013 bis 2015 insgesamt 5.000 Menschen vor Ort erreichen. Über 90 Prozent der im Pilot-Projekt betreuten Kinder haben ihre Arbeit in den Minen aufgegeben. Bon Pasteur hat dadurch viele Erfahrungen vor Ort sammeln können, die auch in das neue Projekt einfließen.

Nachhaltigkeit ist eines der Grundprinzipien in der Unternehmensstrategie der Daimler AG. Dazu gehört auch ein verantwortungsvoller Rohstoffbezug. Daimler hat deshalb einen systematischen Ansatz zur Achtung der Menschenrechte entwickelt, das Human Rights Respect System (HRRS). Als eine wichtige Maßnahme hat das Unternehmen potentielle Risiko-Rohstoffe identifiziert. Ziel ist es, die Lieferketten für diese potentiellen Risiko-Rohstoffe sukzessive transparent zu machen und risikobasiert zielgerichtete Maßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus engagiert sich Daimler in Initiativen wie Drive Sustainability, um die Nachhaltigkeit in Lieferketten weiter zu stärken. Besonders für den erwarteten Anstieg an Rohstoffbedarf für Elektrofahrzeuge legt Daimler Wert auf eine nachhaltige Rohmaterial-Lieferkette. Mit der Unterstützung des sozialen Projekts von Bon Pasteur in der Demokratischen Republik Kongo erweitert das Unternehmen seine bisherigen Aktivitäten um eine weitere wichtige Maßnahme.

Das Projekt mit Bon Pasteur ist Teil der Initiative „Daimler WeCare“. Als global agierender Konzern leistet Daimler seinen Beitrag, die soziale und gesellschaftliche Entwicklung weltweit voranzubringen. 2018 hat das Unternehmen im Rahmen seines Corporate-Citizenship-Engagements verschiedene Projekte mit insgesamt rund 66 Mio. Euro unterstützt.



Stuttgart - Veröffentlicht von pressrelations