Das Führungsteam der Primono Group AG, von links: Aufsichtsratsvorsitzender Volker Weber, seine Stellvertreterin Daniela Becker, Aufsichtsrat Jürgen Arbter und CEO Uwe Hallas. Foto: Marcus Höhn/Primon
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Primono: Der neue Projektentwickler für nachhaltiges Bauen

01.09.2021, 09:07
CEO Uwe Hallas will einen Paradigmenwechsel in der Immobilienwirtschaft erreichen

Das Ziel ist ehrgeizig: Ein Bauvolumen zwischen 500 und 750 Millionen Euro will die jetzt in Berlin neu gegründete Primono Group innerhalb der nächsten fünf Jahre bundesweit realisieren und dabei ausschließlich nachhaltige Baustoffe verwenden. Als Mindestanforderung gilt dabei der Gold-Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Die ersten Neubauprojekte starten bereits im August in Chemnitz und Gera. Weitere Standorte sind bereits in der Planung.

„Unser Anspruch für alle Projekte wird der noch strengere Diamant-Status sein. Wir sind damit die erste Projektentwicklungsgesellschaft überhaupt, die nachhaltiges Bauen fest in ihrer Unternehmens-DNA festgeschrieben hat. Wir agieren nach einer klaren Nachhaltigkeitsstrategie, die dem strengen Kodex von Eurosif, dem europäischen Dachverband von Foren für nachhaltige und sozial verantwortliche Geldanlagen folgt“, erklärt Uwe Hallas, Gründer und CEO der Primono Group AG mit Sitz in Berlin. Eurosif steht für das European Sustainability Investment Forum.

Über 200 Projektentwicklungen im Neubau oder in der Sanierung hat Uwe Hallas in den vergangenen 25 Jahren bei verschiedensten Arbeitgebern in Europa realisiert, mit einem Bauvolumen von über 900 Millionen Euro. Was ihn zuletzt immer stärker gestört hat: „Seit über 15 Jahren reden alle von Nachhaltigkeit am Bau. Aber umgesetzt wird von wirklich nachhaltigen Projekten kaum etwas, denn am Ende geht es auch in der Immobilienwirtschaft doch immer ums Geld und in erster Linie um Gewinnmaximierung. In Bezug auf Ökologie und Nachhaltigkeit haben wir in den vergangenen Jahren im Bauwesen bereits so viele Chancen verpasst. Ich will einfach nicht mehr so weitermachen wie bisher und beweisen, dass es auch anders geht“, sagt Uwe Hallas.

Den dringend benötigten Wohnraum will er unter anderem mit Hilfe von standardisierten innovativen digitalen Prozessen schaffen, und dabei eine ganz neue Klassifizierung erreichen: Die von Primono entwickelten besonders ökologischen Immobilien heißen künftig „Primono Ökobilien“. „Wichtig ist dabei, dass wir das Bewusstsein der Menschen für ökologisches und nachhaltige Bauen schärfen“, so Hallas. In spätestens fünf Jahren soll die Primono Group bundesweit einer der bedeutendsten Entwickler für nachhaltige Bauprojekte sein.

Gegen den Klimakiller Zement
Der Nachholbedarf in der Immobilienwirtschaft ist offensichtlich: Immobilien verursachen heute rund ein Viertel der weltweiten CO2-Emissionen. Vor allem der im Baustoff Beton enthaltene Zement ist ein absoluter Klimakiller, weil in der Herstellung pro Tonne auch 600 kg CO2 entstehen. Weltweit sind das 2,8 Milliarden Tonnen jährlich.

Der neue Weg von Uwe Hallas und seinen Mitstreitern sieht nun das konsequente Investieren in ausschließlich nachhaltige Lösungen vor. „Wir orientieren uns dabei ganz klar an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und den Platin-, sowie Gold-Standards der DGNB. Das gilt über den gesamten Lebenszyklus hinweg und für alle Bereiche, also Ankauf, Planung, Bau und Betrieb von Immobilien, die Bestandsoptimierung und eben bis zum Lebensende oder den Verkauf“, so Hallas.

Ziel von Primono ist es, impactorientierten Investoren nachhaltige Immobilien für nachhaltige Investments zur Verfügung zu stellen, die zu 100% auf die EU-Taxonomie-Anforderungen für Finanzmarktteilnehmer einzahlen. Daher ist die Primono Group AG nicht nur aktives Mitglied der DGNB, sondern auch Mitglied im European Sustainable Investment Forum (Eurosif) sowie im Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) mit Sitz in Berlin. Dessen Vorstandsvorsitzender Volker Weber, auch CEO der Nixdorf Kapital AG, hat den Vorsitz im Aufsichtsrat der Primono Group AG übernommen. Seine Stellvertreterin ist Daniela Becker aus Potsdam, Gründerin der bundesweit agierenden Caretaker GmbH. Ihr Unternehmen ist der erste Immobilien-Concierge-Serviceanbieter in Deutschland. Vervollständigt wird der Aufsichtsrat vom Berliner Unternehmer Jürgen Arbter, der an mehreren Unternehmen aus der Finanzbranche beteiligt ist, wie zum Beispiel als geschäftsführender Gesellschafter der Finanzkommunikationsagentur Re‘public (Berlin und Hamburg).

Ausschließlich nachhaltige Baustoffe
Das Konzept für nachhaltiges Bauen sieht bei Primono so aus: Primono verwendet ausschließlich nachhaltige Baustoffe wie zum Beispiel Ton, Kalk, Lehm oder Hanf. Für die Energieversorgung der Immobilien werden Bioenergiefassaden, Photovoltaikanlagen oder Geothermielösungen, Luftwärme-Anlagen, Blockkraftwerke und weitere Lösungen bereits in der Entwurfsplanung berücksichtig und genutzt. Wenn immer möglich, werden in den Objekten barrierefrei zugängliche Nutzgärten angelegt, die über Zisternen mit Wasser versorgt werden. In allen Planungen wird die benötigte Infrastruktur für künftige E-Mobilität integriert für jeden Stellplatz. In sämtlichen Grundrissen werden spezielle, von Primono entwickelte und patentierte Flächen für die Home-Office-Nutzung ausgewiesen, wobei Raumtrennwände aus nachhaltigem Holz eingesetzt werden.

„Wir wollen Platz schaffen, den Menschen nachhaltig nutzen können. Daher bieten wir ausschließlich Wohnungen an, die mindestens 90 m2 groß sind“, sagt Uwe Hallas.

Die ersten Wohnungen werden in Chemnitz entstehen. Dort baut Primono ab Mitte August ein Elf-Familienhaus, weitere Projekte in Chemnitz und Gera folgen in den nächsten Monaten, insgesamt werden bis Ende nächsten Jahres über 100 Wohneinheiten entstehen.

Partnerprogramm
Die Nachhaltigkeits-Strategie wird Primono auf Partner ausweiten und so dazu beitragen, dass Immobilien vom Klimakiller zum positiven Klimaakteur werden können. Um diesen Paradigmenwechsel der Immobilienbranche noch schneller und verstärkt voranzutreiben, haben Uwe Hallas und sein Team eine Vision und gründen die Primono United SCE, eine europäische Genossenschaft, welche die Baupartner der Primono Group AG in Europa am Umbau der Branche beteiligt und damit eine Perspektive und einen vorderen Platz in einer klimafreundlichen Gesellschaft und Wirtschaft ermöglicht.

Wissenstransfer
Als weitere Säule entsteht außerdem das Primono Denkhaus. Das ist ein Wissensort, an dem gezeigt wird, wie nachhaltiges Bauen wirklich funktioniert. Es steht allen offen, die sich im Hier und Jetzt dafür engagieren und miteinander austauschen wollen ¬- ganz egal, ob Handwerker, Hersteller, Politiker oder auch engagierte Bürgerinnen und Bürger.

„Nur gemeinsam können wir unsere Klimaziele erreichen und nachhaltig zum Klimaschutz beitragen. Die Standardisierung der Bauprodukte, die klare Aufgabe, die Bestandsimmobilien nachhaltig umzurüsten, wirtschaftlich und nachhaltig zu planen: Das verlangt geradezu nach einem bundesweiten wenn nicht sogar europaweiten Gremium, das von Industriepartnern, Fachplanern, Energieberatern, Bauphysikern, Bauunternehmungen, Politik, Bürger, Medien begleitet werden muss. Und wir müssen uns dann gemeinsam an den Ergebnissen messen lassen. Dieser Prozess muss allerdings jetzt geschehen. Wir müssen der Treiber in Europa sein. Wer, wenn nicht wir in Deutschland“, so Hallas.

Weitere Informationen unter: www.primono-group.com

Über Primono
Die Primono Group AG ist eine Projektentwicklungsgesellschaft, die sich auf nachhaltiges Bauen spezialisiert hat. Die Primono Group ist derzeit mit eigenen Gesellschaften an vier Standorten operativ tätig, und zwar in Berlin, Leipzig, Gera und Chemnitz. Weitere Standorte sind in Planung. Primono ist aktives Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB). Das Unternehmen engagiert sich hier, um nachhaltige Standards weiter voranzutreiben. Die Zertifizierung DGNB Gold ist bei allen Bauprojekten Mindeststandard. Primono erarbeitet zudem eine Entsprechenserklärung zu den 20 Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeits-Kodex. Primono ist außerdem Mitglied im Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) und im European Sustainable Investment Forum (Eurosif).


Berlin - Veröffentlicht von pressrelations