Andreas Henke, Senior Vice President Europe, Inspire Medical Systems, Inc.
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'Quality First'- Senior Vice President Europe, Andreas Henke von Inspire Medical Systems im Interview

26.05.2020, 15:21
Der Zungenschrittmacher von Inspire hat sich als erfolgreiche Behandlungsalternative bei obstruktiver Schlafapnoe bewährt. Im Interview stellt Andreas Henke das Unternehmen vor und beantwortet Fragen zur Funktionsweise und zum Nutzen der Therapie.


Herr Henke, bitte stellen Sie das Unternehmen Inspire Medical Systems kurz vor.

Andreas Henke: Inspire ist ein medizintechnisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Vermarktung innovativer Lösungen für Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe konzentriert und seinen Hauptsitz in Minneapolis (Minnesota), also in den USA hat. Das Unternehmen wurde vor mehr als 10 Jahren von unserem heutigen President & CEO Herrn Tim Herbert gegründet. Aktuell sind wir hauptsächlich in den USA und einigen Ländern in Europa vertreten.
Vielleicht kurz zu unseren Prinzipien. Wir handeln in vollem Umfang im Sinne des Patienten, dies setzt eine behutsame und gut strukturierte Vorgehensweise voraus. Wir möchten unseren Kunden, den Ärzten, die bestmögliche Unterstützung zukommen lassen, damit Patienten zu 100% von der Inspire Therapie profitieren können. Im Übrigen gilt bei Inspire seit dem ersten Tag der Leitspruch "Quality First". Dem sind wir absolut verpflichtet.


Wie funktioniert die Inspire-Therapie mit dem Zungenschrittmacher?

Andreas Henke: Der Begriff Zungenschrittmacher hat sich über die letzten Jahre vor allem im deutschsprachigen Raum durchgesetzt. Ich denke, er passt aber ganz gut und beschreibt im Grunde die Wirkungsweise der Inspire Therapie. Die patentierte Inspire-Therapie von Inspire Medical Systems ist die erste von der FDA zugelassene Neurostimulationstechnologie, die eine sichere und effektive Behandlung von mittlerer bis schwerer obstruktiver Schlafapnoe bietet. Im Grunde ist es ganz einfach. Ein kleines Implantat stimuliert während des Schlafens mittels elektrischer Energie einen Nerven, der die Zunge während der Einatmung nach vorne bewegt. Dadurch wird der obere Atemweg freigehalten. Der Patient wird durch diese Stimulation nachts nicht gestört und wacht erholt und ausgeschlafen morgens auf.


Aus welchem Grund wurde dieses innovative System entwickelt?

Andreas Henke: Einige Patienten, die unter einer obstruktiven Schlafapnoe leiden tolerieren keine Überdruckbeatmung mit der Maske. Für diese Patienten gibt es eine Alternative. Die Inspire Therapie.


Wie viele Betroffene von obstruktiver Schlafapnoe gibt es in Deutschland und für wen ist der Zungenschrittmacher geeignet?

Andreas Henke: Mehr als wir alle glauben. Sie können davon ausgehen, dass ca. 20 Millionen Bundesbürger unter obstruktiver Schlafapnoe leiden. Mehr als 900 Millionen weltweit. Diese Daten entstammen einer in einem hochrangigen Journal veröffentlichten Studie aus dem Sommer letzten Jahres. Allerdings möchte ich klarstellen, dass für die Inspire Therapie nur ein geringer Anteil dieser Patienten geeignet ist. Wir richten uns nach klar definierten Kriterien, die für den Erfolg der Therapie wichtig sind. So muss der sogenannte Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) in einem Bereich zwischen 15 und 65 liegen, der Body Mass Index (BMI) unter 35 und der Anteil von zentralen Apnoen muss unter 25% liegen. Außerdem werden symptomatische, neurologische und schlafbezogene Begleiterkrankungen ausgeschlossen. Durch diese Ein- und Ausschlusskriterien schaffen wir es, ein hohes Maß des Therapieerfolges zu gewährleisten. Annähernd 80%.


Welchen Nutzen bieten Sie den Betroffenen mit dieser Therapie in Bezug auf deren Alltag und Lebensqualität?

Andreas Henke: Das ist eine gute Frage. Wenn Sie mit einem Patienten, der unter obstruktiver Schlafapnoe leidet über seine Erkrankung sprechen, wird ihnen schnell klar, wie hoch der Leidensdruck ist und welche Auswirkungen dies auf sein und das Leben seiner Mitmenschen hat. Ich spreche hier von Isolation und körperlichen Leiden. Stellen Sie sich vor 36 Stunden keinen Schlaf gefunden zu haben, dann haben sie in etwa eine Vorstellung, wie sich diese Patienten fühlen. Die Inspire Therapie funktioniert auf Knopfdruck. Sie schalten sie vor dem Schlafengehen ein und wieder aus, wenn Sie morgens aufwachen. Das wars. Inspire Patienten sprechen von einem Quantensprung in der Verbesserung ihrer Lebensqualität. Schlaf wieder zu genießen. Es ist schön und macht uns Stolz miterleben zu dürfen, wie unser Beitrag das Leben dieser Patienten im positiven Sinne verändern kann.


Welche Vorteile bietet die Therapie den Fachärzten (HNO, Pneumologen etc.)?

Andreas Henke: Mit der Inspire Therapie hat der behandelnde Arzt nun ein erweitertes Behandlungs- und Therapiespektrum. Insbesondere Pneumologen standen in der Vergangenheit vor dem Problem, dass vielen Patienten nicht zu helfen war, wenn die Maskenbeatmung nicht vertragen wurde. Diesen Betroffenen kann nun eine Lösung angeboten werden. Aktuell bieten mehr als 40 Kliniken in Deutschland die Inspire Therapie an. Diese Kliniken sind auf der Inspire Homepage ( www.inspiresleep.de) zu finden. Wir haben in allen dieser Kliniken eine Finanzierung und somit Deckung der Kosten über die Krankenkasse. In Ausnahmefällen kann es sein, dass die Kostenerstattung überprüft werden muss. Wir arbeiten eng mit den Kliniken zusammen, um den weiteren Fortschritt der Inspire Therapie zu gewährleisten aber vor allem auch, die Qualität hierzu zu sichern.


Was sind Ihre Hauptaufgaben bei Inspire Medical Systems als Senior Vice President Europe?

Andreas Henke: Ich befasse mich in erster Linie mit der strategischen Ausrichtung, Marktplatzierung und dem nachhaltigen Wachstum in den Europäischen Hauptmärkten. Darüber hinaus, die notwendigen Ressourcen für den Aufbau sowie die erfolgreiche Implementierung der Inspire Therapie zu planen, bereitzustellen und zu gewährleisten. Es ist wichtig, die gute Arbeit, die bis jetzt geleistet wurde, als solide Plattform für die zukünftige Entwicklung zu nutzen. Wir möchten die Inspire Therapie in weiteren Ländern etablieren und mehr Patienten zugänglich machen. Täglich erreichen uns Anfragen aus weiten Teilen Europas, die uns Mut machen in neue Märkte vorzustoßen. Das bedarf einer sorgfältigen Vorgehensweise, die im Einklang mit den örtlichen Gegebenheiten und Bedingungen stehen muss.


Was motiviert Sie persönlich in Ihrer Funktion als Leiter der Europäischen Organisation?

Andreas Henke: Ich habe ein großartiges junges und dynamisches Team. Jeder übernimmt Verantwortung und ist für den anderen da. Das wünscht man sich als Leiter einer internationalen Organisation. Darüber hinaus gibt es unglaublich engagierte Ärzte in den Kliniken und Praxen, die mit großem Engagement die Inspire Therapie in den letzten Jahren unterstützt haben. Ohne dieses Engagement und die Leidenschaft einer neuen innovativen Therapie eine Chance zu geben, wären wir nicht da, wo wir heute stehen. Dafür sind wir äußerst dankbar.


Wie viele Implantate wurden bisher schon eingesetzt und welche Rolle kann die Therapie noch in Zukunft einnehmen - in Deutschland, Europa und global gesehen?

Andreas Henke: Weltweit wurden bis heute mehr als 8.000 Patienten mit einem Inspire System versorgt. Wir haben in den letzten Jahren in vielen klinischen Studien gezeigt, wie erfolgreich die Therapie am Patienten wirkt. Es gilt die guten Ergebnisse jeden Tag zu validieren und immer ein Stückchen besser zu werden. Wir wollen nachhaltig und überzeugend mit einem sehr hohen Anspruch hinsichtlich der Qualität auch zukünftig agieren. Dazu benötigen wir das Vertrauen der Patienten und der Ärzte.
Ich würde mir wünschen, dass wir mit diesen Maßstäben und einer weiterhin hohen Patientenzufriedenheit, die im Übrigen bei 94% aller Inspire Patienten liegt, die Erwartungen an uns in Zukunft ebenso erfolgreich erfüllen.

Pressekontakt:
Inspire Medical Systems, Inc.
Jasmina Karahodza
5500 Wayzata Boulevard, Suite 1600
55416 Golden Valley, MN
+49211367917689
information@inspiresleep.de
http://www.inspiresleep.de






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