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Steinhoff – Eignet sich die Aktie nun für ein Investment?

07.03.2019, 08:41


Mit Spannung wird der Untersuchungsbericht von Price Waterhouse Coopers (PWC) erwartet um das wahre Ausmaß des Bilanzskandals endlich zu quantifizieren. Ebenso könnte die Aufsichtsbehörde FSCA nun handeln. Die Resultate könnten entscheidend sein, ob es dem durch Abschreibungen und Liquiditätsengpässe gebeutelten Konzern gelingt den entstandenen Vertrauensverlust einzudämmen. Die jüngsten Quartalszahlen sind wenig aussagekräftig.

Der international tätige Möbelkonzern Steinhoff, welcher seine Ursprünge in Deutschland hat, jedoch von Südafrika aus geführt wird, befindet sich seitdem Ende 2017 Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung entdeckt wurden im Umbruch. Wurden bis dahin immer größere Zukäufe getätigt, wie beispielsweise Coforama von PPR in 2011 oder der 3,4 Milliarden Euro Deal mit dem US Unternehmen Mattress Firm, befindet sich Steinhoff seitdem nun auf Schrumpfkurs.
So wurden unter anderem der 50% Anteils an Poco an XXXLutz für 266 Mio. Euro sowie den Kika/Leiner and die Sigma Holding veräußert um dringend notwendige Liquidität zu schaffen. Insgesamt hatte das Unternehmen die Beteiligungen um über 10 Milliarden Euro abschreiben müssen. Zuletzt wurde zudem über einen Verkauf von Coforama spekuliert.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC wurde mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt um das genaue Ausmaß der bilanziellen Ungereimtheiten zu quantifizieren. Dieses befindet sich nach zweimaliger Verschiebung laut Unternehmensangaben kurz vor der Fertigstellung. Mitte März soll es dem Vorstand vorgelegt werden und dann ca. einen Monat später auch den Aktionären präsentiert werden. Die südafrikanische Aufsichtsbehörde FSCA wartet ebenso wie die Aktionäre auf den Bericht und will sich umgehend nach der Veröffentlichung mit dem Steinhoff Vorstand zusammen setzen um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Unklar ist, ob die ehemaligen Vorstände oder das Unternehmen selbst im Fokus der Ermittlungen steht.

Die zuletzt veröffentlichten Zahlen zum ersten Quartal waren nicht nur ungeprüft sondern auch nicht wirklich aussagekräftig. Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten stieg um 3% leicht auf 4,69 Milliarden Euro an. Pepkor und Poundland konnten die stärksten Zuwachsraten vermelden und auch die zuletzt in Schwierigkeiten befindliche US Beteiligung Mattress Firm konnte den Umsatz stabilisieren. Angaben zur Ergebnisentwicklung gab es jedoch keine.

Die aktuellen Zahlen geben nur eine kleine Indikation in welche Richtung sich die Steinhoff Aktie bewegen wird. Operativ läuft es besser als von Vielen erwartet. Entscheidend für die kurzfristige Kursentwicklung wird jedoch der PWC Untersuchungsbericht sein. Bis zur Veröffentlichung wird es voraussichtlich keine großen Schwankungen im Aktienkurs geben. Nur mutige Investoren zocken und legen sich die Aktie vor der Veröffentlichung in ihr Depot. Verpassen sie in Zukunft keine News und keine Gewinneraktie mit Kurspotential mehr. Tragen sie sich auf unserem Email Verteiler ein: www.gewinneraktie.com


Hong Kong - Veröffentlicht von pressrelations