Deutscher Fußball-Bund (DFB)
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VIERTELFINALKLASSIKER GEGEN SCHWEDEN: 21. SIEG IM 29. DUELL?
28.06.2019, 10:54
Am Samstag (ab 18.30 Uhr, live in der ARD und bei DAZN) spielt die deutsche Frauen-Nationalmannschaft gegen Schweden nicht nur um den Einzug ins Halbfinale der WM in Frankreich, sondern auch um die Olympiateilnahme. Die besten drei europäischen Teams qualifizieren sich für Tokio 2020. Die Bilanz gegen die Tre Kronor ist äußerst positiv. DFB.de macht den Faktencheck zum Viertelfinale in Rennes.

Die Bilanz: Von den bislang 28 Duellen gegen Schweden konnten die deutschen Frauen 20 gewinnen, in sieben triumphierte Schweden, ein einziges Mal gab es ein Remis - und das blieb torlos. Ansonsten blieb Deutschland nur ein weiteres Mal ohne Treffer gegen die Tre Kronor: Im ersten Aufeinandertreffen im November 1991 gab es bei der WM im Spiel um Platz 3 ein 0:4 für die DFB-Frauen. Es war die höchste Niederlage gegen Schweden.

Lieblingsgegner: Bei Frauenfußball-Weltmeisterschaften kommt es auch schon zum fünften Aufeinandertreffen zwischen Deutschland und Schweden. Die ersten beiden Duelle 1991 (0:4) und 1995 (2:3) entschieden die Skandinavierinnen noch für sich, bei den letzten beiden Begegnungen 2003 (2:1) und 2015 (4:1) behielt Deutschland die Oberhand. Zuletzt maßen die beiden Kontrahenten erst Anfang April in einem Testspiel in Solna die Kräfte. Damals besiegte die Elf von Martina Voss-Tecklenburg die Tre Kronor nach Treffern der eingewechselten Kathrin Hendrich (51.) und Linda Dallmann (65.) bei einem Elfmetertor durch Schwedens Kapitänin Caroline Seger (72.) 2:1. Bei großen Turnieren (EM, WM, Olympia) trafen Deutschland und die Schwedinnen bis dato 14-mal aufeinander, die DFB-Frauen feierten dabei elf Siege, Schweden nur zwei bei einem Remis. In den vergangenen elf Duellen bei diesen Turnieren blieb die DFB-Auswahl gegen Schweden unbesiegt und gewann zehnmal. Nur die letzte Begegnung endete bei der EM 2017 zum Auftakt der Gruppenphase in den Niederlanden 0:0. Die letzte Niederlage bei einem großen Turnier gegen Schweden war das 2:3 bei der WM 1995.

Die Null steht: Nach den 1:0-Siegen gegen China und Spanien sowie dem 4:0 gegen Südafrika feierte die Mannschaft von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg mit dem 3:0 gegen Nigeria im Achtelfinale den vierten Sieg ohne Gegentor in Folge bei der WM. Eine solche Serie hatten die deutschen Frauen zuvor nur beim letzten WM-Titel 2007, als es im gesamten Turnier in sechs Partien keinen Gegentreffer gab. Die DFB-Auswahl ist als einziges Team bei der laufenden Weltmeisterschaft noch ohne Gegentor.

Immer unter den besten Acht: Deutschland erreichte mit dem Erfolg gegen Nigeria bei jeder Frauen-Weltmeisterschaft seit der Erstaustragung 1991 das Viertelfinale. Sonst schaffte es nur die USA ebenfalls bei allen acht Turnieren in die Runde der letzten acht Teams.

16-mal unbesiegt: Deutschland ist seit dem 7. März 2018 (0:3 gegen Frankreich) in 16 aufeinanderfolgenden Länderspielen unbesiegt (14 Siege, zwei Remis). Länger unbesiegt blieben die deutschen Frauen zuletzt zwischen Juli 2013 und September 2014, als sogar 18 Siege in Serie gelangen. In 15 dieser 16 Partien gelang dem DFB-Team mindestens ein Tor - lediglich beim 0:0 gegen Spanien im November 2018 nicht. In den vergangenen fünf Länderspielen stand bei der deutschen Auswahl die Null. In Pflichtspielen gab es zuletzt sogar neunmal in Folge kein Gegentor, das schafften die deutschen Frauen zuvor letztmals zwischen Mai 2007 und August 2008 (damals sogar 16 Pflichtspiele in Folge ohne Gegentor).

Rückkehr: Die DFB-Frauen spielten bei der WM schon einmal in Rennes. Zum Auftakt gab es ein 1:0 gegen China dank des Treffers von Giulia Gwinn. Auch Schweden bestritt das erste Gruppenspiel im Roazhon Park. Die Begegnung gegen WM-Debütant Chile wurde in der 72. Minute wegen Starkregens für rund 40 Minuten unterbrochen, ehe Kosovare Asllani (83.) und Madelen Janogy (90.+4) in der Schlussphase noch das 2:0 der Favoritinnen perfekt machten.

Der Gegner: In der FIFA-Weltrangliste belegt Schweden mit 1962 Zählern Rang neun und liegt damit sieben Plätze und 110 Punkte hinter Deutschland auf Rang zwei (2072 Punkte). 2019 in Frankreich nehmen die Schwedinnen zum achten Mal an einer Weltmeisterschaft teil und sind damit - wie auch Deutschland - eines von sieben Teams, die bei allen acht WM-Turnieren vertreten waren. Für das Turnier in Frankreich qualifizierte sich Schweden in der Qualifikationsgruppe 4 mit 21 von 24 möglichen Punkten als Gruppenerster vor Dänemark mit 16 Zählern. Nur beim 0:1 in der Ukraine gingen die Schwedinnen nicht als Sieger vom Platz. Die beste Platzierung bei einer WM erreichte Schweden 2003 in den USA, als es eine 1:2-Finalniederlage gegen Deutschland nach Golden Goal durch Nia Künzer gab. Zudem wurden die Schwedinnen 1991 und 2011 jeweils Dritter. Den größten Triumph feierten die Schwedinnen direkt bei der ersten EM 1984. Nachdem es im Finale gegen England im Hinspiel in Schweden ein 1:0 gab, gewannen die Engländerinnen das Rückspiel auf der Insel ebenfalls mit 1:0, ehe die Tre Kronor mit 4:3 im Elfmeterschießen die Oberhand behielten.

Schwedens Rekorde: Schwedische Rekordspielerin ist Therese Sjögran, die zwischen 1997 und 2015 für Schweden 214 Länderspiele bestritt. Die schwedische Rekordtorjägerin ist seit Oktober 2014 und dem 1:2 gegen Deutschland Lotta Schelin, sie übertraf damals Hanna Ljungberg (72 Tore) mit ihrem 73. Treffer. Schelin, die im August 2018 aufgrund chronischer Kopfschmerzen nach einer Nackenverletzung ihr Karriereende bekannt gab, erzielte insgesamt 88 Tore in 185 Länderspielen.

Der Trainer: Trainiert wird Schweden seit September 2017 von Peter Gerhardsson, der auf Pia Sundhage folgte, die das Team zwischen Oktober 2012 und Juli 2017 betreute. Der in Uppsala geborene Trainer spielte in seiner aktiven Zeit als Stürmer ausschließlich in Schweden. Auch als Trainer war er nur in seiner Heimat aktiv. Nachdem er zwischen 2002 und 2004 die schwedischen U 16- und U 17-Junioren trainierte, heuerte er als Assistenzcoach bei Helsingborgs IF an (2005-2008). Von 2009 bis 2016 trainierte er den Göteburger Klub BK Häcken mit dem er in seiner letzten Saison den schwedischen Pokal gewann.

Die Mischung macht's: Die Schwedinnen setzen auf eine Mischung aus frischen Kräften und Erfahrung. Sechs Spielerinnen haben zehn oder weniger Länderspiele auf dem Konto, mit Caroline Seger (197), Nilla Fischer (179) und Hedvig Lindahl (162) sind aber auch drei der Top-Sechs der schwedischen Rekordspielerinnen im Kader dabei. Torhüterin Lindahl ist mit 36 Jahren die älteste Spielerin im Kader, die 21-jährige Julia Zigiotti Olme die jüngste. Mit je vier Akteurinnen entsenden die schwedischen Erstligisten Linköpings FC und Kopparbergs/Göteborg FC die meisten Spielerinnen nach Frankreich. Drei weitere kommen vom FC Rosengard aus Malmö und vom FC Chelsea. Insgesamt neun der 23 Spielerinnen von Peter Gerhardsson sind im Ausland aktiv, jeweils drei in Frankreich, Deutschland sowie drei weitere in England.

Torgarantie: In den letzten 30 Partien bei Weltmeisterschaften gelang den Tre Kronor nur in drei Begegnungen kein einziger Treffer - stets hieß dabei der Gegner USA (2007, 2015, 2019).

Das Stadion: Der Roazhon Park ist einer von neun Austragungsorte der Frauen-WM 2019 in Frankreich und bietet Platz für 29.778 Zuschauer. Roazhon ist die bretonische Variante des Ortsnamens Rennes. Das Stadion, in dem der französische Erstligist Stade Rennes seine Heimspiele austrägt, ist das zweitälteste der neun WM-Stadien. Nur der Parc des Princes in Paris (Juli 1897) wurde noch früher eröffnet als die Arena in Rennes (September 1912). Das reine Fußballstadion wurde bereits fünfmal renoviert, zuletzt von 1999 bis 2004. Den Namen Roazhon Park trägt die Arena seit Saisonbeginn 2015/2016, als die Fans zehn Tage lang über den neuen Namen abstimmen konnten. Drei Namen standen zur Auswahl, letztlich entschieden sich rund 70 Prozent für Roazhon Park.

Der Spielort: Rennes, die Hauptstadt der Bretagne im Nordwesten des Landes, ist mit knapp 220.000 Einwohnern die zehntgrößte Stadt Frankreichs. Mehr als ein Viertel der Bewohner studiert an den örtlichen Hochschulen mit mehr als 60.000 Studierenden.
 
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Frankfurt/Main - Veröffentlicht von pressrelations


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