Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
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Wahl-O-Mat zur Europawahl jetzt online
24.05.2019, 12:29
Ab sofort ist der Wahl-O-Mat zur Europawahl wieder online. Der Düsseldorfer Politikwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Marschall, der den Wahl-O-Mat seit vielen Jahren wissenschaftlich erforscht, zeigte sich erleichtert, dass das Tool vor dieser wichtigen Wahl wieder zur Verfügung steht. Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Köln hatte der Wahl-O-Mat am 20.05.2019 deaktiviert werden müssen. Dank eines außergerichtlichen Vergleichs der Bundeszentrale für politische Bildung mit der klagenden Partei kann das beliebte Angebot nun wieder genutzt werden.
 
Der Wahl-O-Mat zur Europawahl 2019 war schon vor der vorübergehenden Abschaltung deutlich erfolgreicher als die Vorgängerversion zur Wahl im Jahr 2014. Bis Montagnachmittag gab es bereits 6,4 Millionen Nutzungen, bei seinem letzten Einsatz für eine Wahl zum europäischen Parlament wurde das Tool mehr als 3.890.000 Mal verwendet.

Bei zukünftigen Wahlen wird der Wahl-O-Mat in einer veränderten Form angeboten. Die Auswertungsseite des Wahl-O-Mat wird dann nicht mehr auf maximal acht Parteien beschränkt, die Nutzer können vielmehr selbst entscheiden, mit welchen und mit wie vielen Parteien sie ihre Voten vergleichen wollen. Die Möglichkeit, alle Parteien gleichzeitig über eine einzige Schaltfläche auszuwählen, wird als neue Funktionalität gut sichtbar sein. „Es ist wichtig, dass es den Wahl-O-Mat auch in Zukunft geben wird. Für viele Wählerinnen und Wähler ist dieses Tool zu einer unverzichtbaren Orientierungshilfe vor Wahlen geworden“, so Stefan Marschall.
Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat wie bereits bei den Vorgängerversionen die wissenschaftliche Begleitung des populären Online-Tools übernommen. Neu: Bei dieser Wahl sind 16 Thesen in fast allen Ländern, die ein Online-Tool als Wahlhilfe nutzen, gleich. Diese wurden von einem Expertengremium entwickelt, dem auch der Düsseldorfer Politologe Prof. Dr. Stefan Marschall angehört. Die übrigen Thesen wurden - wie üblich - von einer Jugendredaktion erarbeitet.

Bei dem aktuellen Wahl-O-Mat sind 16 Thesen knapp über20 Ländern gleich: So wird etwa in allen Ländern nach der Einstellung zur Schaffung einer gemeinsamen europäischen Armee oder der Einführung eines nationalen Mindestlohns in allen Mitgliedsstaaten gefragt. Anders als die sonst üblich wurden diese 16 Thesen nicht von Jugendredaktionen erarbeitet, sondern von einem Expertengremium erstellt: Politikwissenschaftler aus verschiedenen EU-Staaten, darunter der Düsseldorfer Politologe Prof. Dr. Stefan Marschall, haben diese Thesen entwickelt. Neben dem üblichen Wahl-O-Mat nimmt das ergänzende Informationstool „Votematch“ nun auch die europäische Perspektive in den Blick: Nutzer können hier die Parteienlandschaft anderer Länder vergleichen, indem sie mit einem Klick auf ihre Wahl-O-Mat Ergebnisseite ihre Ergebnisse mit den Thesen der Parteien aus Europa vergleichen. Sie erhalten so ein europaweites Ranking mit immer jener Partei der verschiedenen EU-Länder, mit denen sie die größte Übereinstimmung haben.

Prof. Dr. Stefan Marschall erforscht seit vielen Jahren gemeinsam mit seinem Team den Wahl-O-Mat. Die Forschungsgruppe ist auch an dem Prozess der Thesenerstellung beteiligt und unterstützt die Jugendredaktion bestehend aus Erst- und Zweitwählern/innen bei der Suche nach den 38 Thesen, die in den Wahl-O-Mat aufgenommen wurden. Zudem führt das Team wieder eine Befragung im Anschluss der Nutzer/innen durch.

Pressekontakt:
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40225 Düsseldorf
Deutschland

Telefon: (0211) 81-00,
Telefax: (02 11) 34 22 29

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Düsseldorf - Veröffentlicht von pressrelations


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