Das neue Visign-Fenster von Kochs ohne sichtbare Gehrung. Foto: Ingo Jensen/Kochs

Wenn Vision auf Design trifft - Kochs entwickelt das neue Visign-Fenster: ohne sichtbare Nut

01.09.2021, 09:30
Kochs entwickelt das neue Visign-Fenster: ohne sichtbare Nut

Wenn sich Vision und Design miteinander verbinden lassen, kommt meist Einzigartiges heraus. In der Fensterbauwelt hat diese ungewöhnliche Kombination jetzt einen neuen Namen: „Visign“ hat die Kochs GmbH aus Herzogenrath bei Aachen (Nordrhein-Westfalen) ihr neues Kunststofffenster genannt, das vor allem optisch herausragt. Denn die Eckverbindung ist fast unsichtbar.

„Gerade bei farbigen Kunststofffenstern ist der optische Anspruch ja sehr hoch. Umso stolzer sind wir, dass wir mit der neuen Visign-Generation hier eine absolute Benchmark legen. In der Eckverbindung gibt es keine auffällige Nut mehr, mit dem bloßen Auge kann man kaum erkennen, dass es sich um geschweißte Profile handelt“, sagt Daniel Kochs, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater Friedrich und seinem Onkel André leitet. Nicht nur die Unternehmerfamilie, sondern vor allem auch deren Kunden sind begeistert. „Die Nachfrage ist gewaltig. Unser Visign-Fenster rockt den Markt“, freut sich Daniel Kochs.

Auf die Fräsbearbeitung kommt es an
Über den durchschlagenden Erfolg der neuen Fensterlinie freut man sich auch ein paar hundert Kilometer südlich, bei der Urban GmbH & Co. Maschinenbau KG in Memmingen. Denn hier wurde die neue Verarbeitungstechnologie entwickelt, welche das Design von folierten Kunststofffenstern nachhaltig revolutioniert. Bei der CUT-Variante seiner Vierkopf-Schweißmaschine AKS 9610/4 hat Urban an den Schweißköpfen spezielle Fräser installiert, die bereits vor dem Schweißvorgang Material abtragen, so dass im Fügeprozess keine Schweißraupe mehr entstehen kann.

„Für uns kam die Entwicklung von Urban genau zur richtigen Zeit, denn durch die Fräsbearbeitung in der Schweißmaschine ersparen wir uns das bisher übliche Colorieren in der Verputzmaschine. Außerdem ist das optische Ergebnis der neuen CUT-Variante deutlich harmonischer und homogener“, sagt Norbert Piek, Prokurist und Technischer Leiter bei Kochs.

Verputzer wird entlastet
Seit ein paar Monaten laufen bei Kochs in Herzogenrath zwei Vierkopf-Schweißmaschinen vom Typ AKS 9610/4 CUT in einer Linie mit der Zweikopf-Schweißrauen-Verputzmaschine SV 840/6 von Urban, wobei sich eine Schweißmaschine um die Flügel und eine um die Rahmen kümmert. Weil beim CUT-Verfahren von Urban die Schweißmaschine dank der Fräsbearbeitung die Verputzmaschine entlastet, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten der Prozessoptimierung. „Wir haben in der Praxis festgestellt, dass unsere neue Verputzmaschine locker noch Profile aus einer weiteren Schweißmaschine vertragen kann. Daher planen wir die Investition einer weiteren CUT-Maschine von Urban. So können wir beispielsweise die Haustüren und Hebeschiebetüren auslagern und minimieren Rüstzeiten, weil wir auf der Rahmen- und Flügelmaschine weniger Zulagenwechsel haben“, erklärt Daniel Kochs.

So erreicht die Kochs GmbH trotz ihrer Profilvielfalt eine hervorragende Geschwindigkeit in der Produktion. Neben der neuen Kochs Visign-Linie produziert das Unternehmen auch die gerade in den Benelux-Ländern sehr beliebten farbigen Fenster im Holz-Fenster-Look (HFL) mit stumpf geschweißten Ecken. Diese laufen bei Kochs unter dem Titel „Herzogrenrather Fenster“ oder auch „Reproline“ und benötigen in der Schweißmaschine natürlich andere Zulagen als die herkömmlich verschweißten Profile.

Platz für eine weitere Schweißmaschine ist bei Kochs genug vorhanden. Denn bereits die Installation der aktuellen neuen Linie erfolgte im laufenden Betrieb, das bedeutet, dass immer noch eine der bisherigen Schweißmaschinen lief, während eine neue von Urban montiert wurde. „Somit haben wir auch von der Fläche her noch Luft für dritte Schweißmaschine von Urban“, so Norbert Piek.

Innovation aus Tradition
Nicht nur bei der Entwicklung der neuen Fensterlinie Kochs Visign hat das Unternehmen bewiesen, dass es anderen gerne eine Nasenlänge voraus ist. Innovation hat bei Kochs eine lange Tradition. Firmengründer Josef Kochs, der Großvater von Daniel Kochs, legte schon in den 60-er Jahren großen Erfindergeist an den Tag. „Mein Opa hat nach der Fensterbaumesse 1966 mit der Produktion von Kunststofffenstern begonnen und damals dann relativ schnell ein Handgerät mit einem Nutmesser entwickelt, das er dann am Fensterrahmen oder Flügel eingespannt hat, um die Schweißraupe sauber entfernen zu können. Erst ein paar Jahre später kamen dann die ersten Schweißraupen-Verputzmaschinen, wie Urban sie anbietet, auf den Markt“, erinnert Daniel Kochs an die Anfangszeit des Familienunternehmens.

Das Tüfteln liegt freilich auch den Spezialisten der Urban GmbH & Co. Maschinenbau KG in Memmingen. Beim Investitionsprojekt in Herzogenrath scheinen sich dann auch die richtigen Partner gefunden zu haben. „Die Betreuung durch Urban war wirklich hervorragend. Von der fachlichen Beratung her, aber auch in der Abstimmung beim Aufbau und der Inbetriebnahme. Da weiß wirklich jeder, worauf es ankommt, damit ein Projekt funktioniert und die Anlagen dann auch perfekt funktionieren“, sagt Daniel Kochs.

Das Lob freut vor allem den zuständigen Urban-Vertriebsmitarbeiter Tobias Sontheimer, der das Kompliment gerne zurückgibt. „Wir lieben solche Herausforderungen wie bei Kochs. Denn darauf kommt es ja an: Wir wollen unseren Kunden stets die Lösung anbieten, die perfekt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Und die beste Lösung erreicht man immer, wenn man sie gemeinsam auf höchstem Niveau erarbeitet. Das hat hier wirklich hervorragend funktioniert.“

Über die Kochs GmbH:
1955 von Josef Kochs als kleine Schreinerei gegründet, ist Kochs heute mit ca. 300 Mitarbeitern ein deutschlandweit führendes Unternehmen in der Fenster und Haustürenproduktion.Technologisch hat das Unternehmen rasante Fortschritte gemacht, doch eines zieht sich seit der Gründung wie ein roter Faden durch die Unternehmensgeschichte: das Bekenntnis zu höchster Qualität und Service am Kunden. Kochs produziert derzeit ca. 400 Fenster am Tag, hinzu kommen noch Haustüren, Sonderbauelemente sowie Balkon- und Hebeschiebetüren.


Memmingen - Veröffentlicht von pressrelations